Achtsamkeit lernen: Deine einfache Anleitung

Achtsamkeit lernen

In unsere schnelllebigen Welt sehnen sich viele Menschen nach mehr Ruhe und Ausgeglichenheit. Yogakurse sind gefragt und viele weitere fernöstliche Lehren werden in unserer Gesellschaft aufgegriffen und zum Beispiel in Form von Kursen oder Retreats angeboten.

In den letzten Jahren hat Achtsamkeit zur Stressreduktion eine entscheidende Rolle eingenommen. Mittlerweile gibt es über 2000 Studien zur Achtsamkeit, die ihre positiven Auswirkungen auf Körper und Geist bestätigen.

Doch was bedeutet Achtsam sein eigentlich und was bewirken Achtsamkeitsübungen und Meditation genau? Wie kann ich Achtsamkeit lernen?

"Wer sich dafür entscheidet, sein Leben achtsam zu führen, hat die Möglichkeit, zu erkennen, wer er wirklich ist"
- Peter Beer

Was ist Achtsamkeit?

Unter Achtsamkeit versteht man eine offene, neugierige und akzeptierende Haltung gegenüber allem, was man gerade wahrnimmt und tut.“

Darunter fallen die eigenen Gedanken, Gefühle, körperliche Reaktionen und Ereignisse im Außen.

Bei der Achtsamkeit geht es nicht darum, sich auf etwas zu fokussieren und es zu bewerten oder kategorisieren. Der erste große Schritt ist, sich bewusst zu machen, was gerade ist. Und alles, was ist, erst einmal einfach nur zu akzeptieren. Nicht zu urteilen, nicht dagegen anzukämpfen.

Die wichtigste Frage ist: Was passiert gerade in mir? Was sehe ich, was fühle ich, was sind meine Gedanken und was spüre ich gerade (emotional oder körperlich).

Dieser entspannte Umgang mit allem, was gerade ist, erfordert Übung. Weiter unten zeige ich dir dazu noch ein paar einfache Achtsamkeitsübungen, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen.

Was möchtest du in deinem Alltag regelmäßig bewusster genießen?
Zum nachdenken

Hier kannst du dir noch einmal ausführlicher ansehen, was Achtsamkeit genau bedeutet:

Warum soll ich Achtsamkeit lernen?

Das Ziel der Achtsamkeit ist es, sich mit allen Sinnen auf das einzulassen, was gerade passiert und was wir wahrnehmen.

Zwar nehmen immer mehr Menschen die Angebote für Entspannung und Ausgleich im Alltag wahr, besuchen Yogastunden, meditieren oder nehmen sich eine Auszeit im Schweigekloster.

Den wenigstens ist jedoch bewusst, wie essentiell diese „Eingriffe“ in unseren anspruchsvollen Alltag wirklich sind.

Lang andauernder Stress kann Krankheiten auslösen und selbst, wenn es soweit nicht kommt, wirkt er sich auf lange Sicht negativ auf unsere Psyche, unser Empfinden aus.

Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, Achtsamkeit zu lernen, um etwas einfaches an der Hand zu haben, das man täglich in seinen Alltag integrieren kann.

Achtsamkeit lernen, um Stress zu bewältigen


Immer mehr Menschen steuern in ihrem stressigen Alltag geradewegs auf einen Burn-out oder eine Depression zu. Termindruck, hohe Ansprüche von Außen oder an sich selber und die allgemeine Schnelllebigkeit vieler Dinge können Stress auslösen.

Auch unser ständiger Gedankenfluss sorgt für Stress. Auf dem Gebiet der Achtsamkeit wird er auch oft als unser „inneres Äffchen“ bezeichnet.

Auch, wenn die Wissenschaft heute weiß, wie wichtig eine gesunde Stressbewältigung ist: Für uns ist das Wort Stress (genauer Disstress) komplett normal geworden. Was es aber nicht sein sollte.

Denn negative Auswirkungen von Stress sind z. B. folgende:

  • Chronischer Stress versetzt den Körper in einen dauerhaften Aktivierungszustand, der zu Erschöpfung führt.
  • Innere Anspannung und Konzentrationsschwierigkeiten sind erste psychische Folgen von Stress.
  • Dauerstress macht sich überall im Körper bemerkbar. Besonders im Gehirn entstehen dabei nachhaltige Folgen und auch die Sinnesorgane reagieren darauf. An den Ohren sind dabei Tinnitus oder sogar ein Hörsturz typische Stresssymptome.
  • Werden somatische Erscheinungen wie Schwindel, Anspannung, Unruhe, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Magen-Darmprobleme etc. ignoriert führt der Stress langfristig zu Krankheiten.

Das Heilmittel: Achtsamkeit

Immer mehr wissenschaftliche Studien (besonders aus der Neurowissenschaft) belegen die Wirkung von Achtsamkeitsübungen gegen Stress. Achtsamkeit verändert das Gehirn, löst Stressmuster und sorgt langfristig für einen bessere Gesundheit.

Auch unsere internen wissenschaftlichen Studien in unserer Achtsamkeits-Academy konnten eindeutig nachweisen, dass Achtsamkeit die Lebensfreude hebt, Stress senkt und den Körper gesunden lässt.

Achtsamkeit hilft nachweislich gegen Alltagsstress. Und das bedarf gar keinen besonderen zusätzlichen Aufwand, denn du kannst sie einfach in deinen Alltag integrieren.

Wie funktioniert Achtsamkeit?

Tue die Dinge in Zukunft einfach bewusst. Nimm wahr, was passiert und wie du dich fühlst und nimm diese Wahrnehmung einfach nur an. Ohne sie zu bewerten oder zu verurteilen.

Es geht darum, zu lernen, vollkommen präsent und bewusst zu sein. Ziel der Achtsamkeit ist es, dem Leben zu vertrauen, ohne etwas zu erzwingen.

Das einzige was wir tun sollen, ist alles im Leben vollkommen bewusst und präsent wahrzunehmen. Es weder wegdrücken noch auf die Vorstellungen und auf die Ideen aufzuspringen. Im Grunde beobachten wir unsere Gedanken und unser Handeln ganz bewusst.

ACHTSAMKEIT IST EINFACHES WAHRNEHMEN

Wann und wie oft sollten wir achtsam sein?

Es reicht, sich hin und wieder am Tag die Frage zu stellen „Was passiert gerade in mir?“ Diese Frage katapultiert uns kurz aus der Routine oder dem Grübeln. Übrigens, wenn du Probleme mit Grübeln hast, habe ich hier das richtige Video für dich.

Wenn du es vergisst, kannst du dir die Angewohnheit schaffen, dir diese Frage jeden Tag zu stellen, wenn du zum ersten Mal in den Spiegel blickst.

Oder du lässt dich einfach von deinem Smartphone daran erinnern. (Eine gute und kostenfreie App dazu ist „StandUp“. Einfach den Timer auf eine Stunde, um dich regelmäßig an die Frage zu erinnern „Was passiert gerade jetzt?“)

Der Morgenkaffee reicht aus, um dabei schon innezuhalten und ihn komplett ohne Ablenkung durch Smartphone oder Zeitung zu genießen. (Dazu mehr in den Achtsamkeitsübungen weiter unten)

Je nach Lebenssituation darfst du deine eigenen Momente finden.

Wann du nicht achtsam bist

Selbstverständlich ist eine gewisse Routine oder bestimmte Gewohnheiten etwas, was unser Leben erleichtert. Und wie bei den meisten Dingen, gibt es auch hier eine Kehrseite der Medaille.

Denn zu viel Routine, zu starres Festhalten an automatisch ablaufenden gewohnten Handlung, können nicht nur zu Langeweile, sondern auch zu großer Unzufriedenheit oder Leid führen.

Nicht achtsam bist du, wenn du

  • Ständig in der Vergangenheit hängst
  • Dir Sorgen um die Zukunft machst
  • Wie auf Autopilot dein Essen in dich hineinschaufelst
  • Nicht mehr weißt, wie du eigentlich von A nach B gekommen bist
  • Nichts mehr spüren kannst vor lauter Stress oder Ablenkung
  • Unsere Gedanken nur noch aus einer einzigen ToDo-Liste bestehen

Wie du achtsam sein kannst

Es ist nicht wichtig, dass du ab jetzt jede Minute überlegst „war ich gerade achtsam?“. Achtsamkeit zu lernen ist ein Prozess und es gibt einige Grundlagen, die du insbesondere am Anfang beachten kannst:

Achtsam bist du, wenn du

  • Dich einer Sache voll widmest
  • Deine eigenen Gefühle und Emotionen wahrnimmst und zulässt, egal ob positiv oder negativ
  • Deine Umgebung wahrnimmst
  • Die Dinge bewusst wahrnimmst, aber nicht über sie urteilst
  • Weniger Stress erlebst
  • Fokussierter und produktiver bist

Achtsamkeitsübungen verändern die innere Haltung zu dir selbst und zum Leben. Und sie erlauben uns ebenfalls, in akuten Stresssituationen gelassen zu bleiben.

Welche Achtsamkeitsübungen gibt es?

Zum Einstieg habe ich drei einfache Übungen für dich, um Achtsamkeit ganz leicht in deinem Alltag zu integrieren.

  1. Schaffe dir ein Morgenritual. Wenn du morgens eine Tasse Tee oder Kaffee trinkst, dann fange an, diese ganz bewusst vorzubereiten und zu zelebrieren. Keine Zeitung, kein Smartphone. Nur du und der Geruch und der Geschmack.

  2. Wenn dir Meditation noch nicht leicht fällt, versuche es mit Gehmeditation. Nutze deinen Weg zur Arbeit oder mache bewusste Spaziergänge, bei denen du dich ganz auf dich und deine Empfindungen konzentrierst.

  3. Nutze Momente, die dich früher aufgehalten haben, wie eine lange Schlange an der Kasse oder Stau, um auch nur für wenige Minuten bei dir anzukommen.

Hier findest du meine 3 Lieblingsachtsamkeitsübungen noch einmal als Video.

Wenn du mit mir Live-Achtsamkeit durch Meditation lernen möchtest, habe ich hier ein wundervolles Video für dich. Nimm dir einfach 20 Minuten Zeit und meditiere mit mir gemeinsam:

Achtsamkeit als Weg der Heilung

Achtsamkeit kann zu Beginn auch eine echte Herausforderung sein. Denn oft kommen mit der steigernden Bewusstheit und der Stille alte unterdrücke Emotionen ans Tageslicht. Uns werden all die Emotionen (Stück für Stück) bewusst, die sonst unbewusst unseren Tag lenken und uns Leiden lassen. Doch die Bewusstwerdung ist gleichzeitig die Heilung.

„Der Weg zur wahren Freiheit ist die Fähigkeit, gesund mit seinen Emotionen umzugehen“
- Peter Beer

Hier findest du ein tiefgreifendes Video, wie dieser Heilungsprozess aussehen kann.

Ich möchte dich an dieser Stelle noch einmal herzlich in die Achtsamkeits-Academy einladen. Das ist der Ort, an dem du lernen kannst, deine inneren Baustellen aufzuräumen, um ein friedvolles und freudvolles Leben zu führen.

Egal, welchen Weg du für dich wählen möchtest, wichtig ist die Frage: Wann startest du?

Dein Peter

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Anuschka
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Anuschka

Die Bücher sind sehr empfehlenswert, ich lese es öfter durch, verarbeite und komme damit gut, mit geführten Meditationen und vorherigen Video- Erklärungen klar. Bin Mitglied in der Akademie im 11 Wochen Kurs.

Cathrina Maier
Cathrina Maier

Liebe Anuschka,

vielen Dank für deinen Kommentar!
Schön, dass du bei uns bist 🙂