So löst du deine Ängste, Glaubenssätze und Blockaden

Es gibt diese Menschen, denen scheinbar alles leicht fällt, die entspannt auf schwierige Situationen reagieren und so ausgeglichen wirken. Meistens ist es aber so, dass diese Menschen viele Monate und Jahre an sich gearbeitet haben, um an diesen Punkt zu kommen.

Heute möchte ich dir zeigen, wie du deine Ängste, Blockaden und alte Glaubenssätze auflösen kannst. Dafür möchte ich dir einen klaren Prozess an die Hand geben. Und es wird spannend, denn wir tauchen in die Tiefen der Psychologe und des Verarbeitungsmechanismus unseres Gehirns ein.

Es gibt keinen Trainer oder Coach, der automatisch ein glückliches Leben führt. Alle haben vorher an sich gearbeitet, um ihre Ängste und Blockaden aufzulösen und ich kenne viele in diesem Bereich. Es ist hier wichtig zu verstehen, dass es nie einen Punkt geben wird, wenn wir „fertig“ sind. Wir arbeiten immer an uns. Der Endpunkt ist das Ende unseres Lebens und bis dahin wird es immer wieder Themen geben, die es zu bearbeiten gilt.

Warum du deine Ängste und Blockaden lösen solltest

Einer der größten Trainer der Erde, Anthony Robbins ist oft mit seinen Kopfhörern am Strand gelaufen. Hat dabei geweint, an sich gearbeitet und somit innerlich viele seiner Themen aufgelöst. Eckhart Tolle, einer der bekanntes Autoren stand kurz vor dem Suizid. Er war kurz davor, sich umzubringen und ist heute ein bekannter und erfolgreicher spiritueller Lehrer und Vorbild für viele. All diese Menschen haben hart an sich gearbeitet. Ich erzähle dir all das, weil ich dich dazu motivieren möchte, auch an dir zu arbeiten.

Dein Leben läuft gerade nicht so, wie du es dir vorstellst? Du wünschst dir mehr Leichtigkeit, mehr Lebensfreude? Du musst verstehen, dass sich Veränderungen nicht per Fingerschnips einstellen, sondern dass es stets ein Wandel im Inneren ist, der Schritt für Schritt vorangeht.

Gefühle und Ängste zulassen

Ich möchte dir diesen Prozess an meinem Beispiel erklären, dass du in etwa mitfühlen und verstehen kannst, wie er funktioniert. Bei mir begann es eines Nachts in einer Phase meines Lebens, in der ich unglaublich viel zu tun hatte. Ich befand mich gerade mitten in meiner Unternehmensgründung, alles ging bergauf und ich hatte viel zu tun. Zudem gab es in dieser Zeit so viele Menschen, die etwas von mir wollten.

Am Abend vor meiner Erkenntnis war ich besonders ausgelastet. Ich hatte einige Meetings, die bis spät gingen, was ziemlich anstrengend war. In jener Nacht arbeite mein Geist auf Hochtouren und ich konnte lange nicht einschlafen. Irgendwann schlief ich schließlich doch ein, wachte jedoch mitten in der Nacht auf und verspürte plötzlich eine enorme Angst in meinem Körper.

Gefühle spüren wir immer körperlich. Emotionen befinden sich direkt im Körper und sind dort wahrnehmbar. Ich setzte mich im Bett auf und nahm eine meditative Haltung ein. Ich empfehle dir, ebenfalls in diese Position zu gehen, falls du nachts oder am Morgen mit solchen Gefühlen konfrontiert wirst. Richte dich auf. Häufig spüren wir zu dieser Zeit unsere Gefühle, weil unser Geist einige Dinge in der Nacht verarbeitet. Konnte dieser nicht alles verarbeiten, können wir diese am Morgen noch in unserem Körper spüren.

Die Zeit nach dem Aufwachen sind unsere heiligen zehn Minuten. Jene Zeit, wo unser Geist noch klar ist und nicht von außen mit Informationen bombardiert wird. Diese Zeit ist ideal, um in sich einzutauchen und an sich zu arbeiten. Sind Gefühle und Ängste da, ist dies der perfekte Moment.

Gib dir die Erlaubnis, die Gefühle zu fühlen

Richte dich auf und spüre in die Angst hin. Betrachte deine Gefühle nicht als deinen Feind. Vermeide Gedanken wie "Oh Gott jetzt habe ich wieder Angst", "Jetzt bin ich traurig" und dich dadurch weiter in dein Gedankenkarussell fallen zu lassen. Erkenne, dass diese Gefühle für dich da sind. Sie möchten dir klar und deutlich etwas mitteilen und ich will dir zeigen, wie du diese Sprache lernen kannst, um sie besser zu verstehen.

Voraussetzungen dafür ist, dass du dir selbst die Erlaubnis gibst, die Gefühle zu fühlen und die Nachricht zu hören. Wenn Menschen Hoffnungslosigkeit, Traurigkeit, Einsamkeit und Verzweiflung fühlen, versuchen sie intuitiv, diese Gefühle wegzudrücken; sie wollen die Emotionen loswerden, weil sie zu schmerzhaft sind.  Entweder lenken sie sich ab, denken viel darüber nach oder suchen durchs Grübeln Antworten. Leider kann es unser Geist Emotionen über diesen Weg nicht lösen. Es ist wichtig, dass du die Emotionen fühlen lernst, um herauszufinden, wo sich diese genau in deinen Körper befinden. Erlaube dem Gefühl, da zu bleiben, erlaube es dir, dieses Gefühl wahrzunehmen.

Bei kleinen Dingen im Leben lösen sich diese rasch. Meist schon in dem Moment, in dem du die Emotionen zulässt. Vergleiche das Gefühl mit einem schüchternen Tier, dem du dich vorsichtig näherst. Manchmal dauert es natürlich länger. Mal ein paar Minuten, mal 15 Minuten oder länger. Gehe auf das Gefühl behutsam und langsam zu. Nicht zu schnell, sonst verschreckst du es wieder.

Die Methode nach Byron Katie


Schritt 1:
Erlaube dir, das Gefühl zu fühlen und lasse dir dabei viel Zeit.
Schritt 2: Fühl in dich hinein und frag das Gefühl: "Was hat das mit mir zu tun?" Tu so, als wäre das Gefühl etwas externes. Warum geht es hier eigentlich wirklich? Stelle diese Frage in den Raum oder stelle dir vor, du stellst sie einer anderen Person. Vermeide negative Gedanken und jammere nicht. Was hat das mit mir zu tun? Sei klar und frag direkt und selbstsicher Was hat das mit mir zu tun? Frag es einige Male und lasse diese Frage auf dich wirken.

Ich habe damals immer wieder diese Frage gestellt und dieses Gefühl nicht abgelehnt, sondern es als Geschenk betrachtet. Plötzlich kamen Bilder und Ereignisse hoch und mir wurde klar, dass ich Angst, das alles nicht zu schaffen. Ich war in einer Lebensphase, in der ich total überfordert war und es mir nicht eingestehen konnte. Auf einmal kamen auch Bilder und Ereignisse, die aus der Vergangenheit stammten. Bevor ich Psychologe studierte, war ich Ingenieur. Damals gab es einen Moment, wo ich bei einer Prüfung durchfiel. Da ich so etwas bis dato nie erlebte, hat sich dieses Ereignis so fest verankert. Die Angst es nicht zu schaffen, hat sich in dem Moment fest geprägt. In jener Nacht habe ich selbst den Glaubenssatz (Ich schaffe das alles nicht) offen gelegt.

In solchen Momenten liebe ich die Arbeit von Byron Katie. Diese sagt, man soll sich Fragen stellen a la: Ist es wirklich wahr, dass ich die Angst habe, es nicht zu schaffen? Die Antwort war JA. Was würde passieren, wenn ich an dieser Angst weiter festhalten würde? Die Antwort war: Ich würde weiter kämpfen, ich hätte weiterhin diese Anspannungen, ich hätte keine Leichtigkeit und Freude an meiner Arbeit. Ich würde alles verlieren! Stell dir selbst immer als Erstes die Frage: „Ist die Angst wahr?“ Ist die Antwort Nein, dann hast du das Problem bereits gelöst. Ist die Antwort JA, stellst du dir die zweite Frage. Ist es wirklich wahr? Wie wird mein Leben weiter gehen, wenn ich daran festhalte? Kämpfen, Schwere, keine Leichtigkeit, Angst und Anspannung.

Kehre die negativen Gedanken um

Byron Katie rät zur Umkehrung der Fragen, also fragte ich mich: Was würde passieren, wenn ich es schaffe? In Folge bildete sich ein Szenarium in meinem Kopf. Ich diesen Bildern und Gefühlen gefolgt und bekam die Antworten: Ich könnte etwas aufbauen, mit dem ich viel Liebe in die Welt bringen könnte. Ich könnte meiner Familie und meinen Freunden ein schönes Leben bieten. Ich habe ein Szenarium erschaffen, wo sich Menschen auf einer Ebene treffen und sich gegenseitig motivieren, helfen und inspirieren. Sofort hat sich das Gefühl verändert, die Angst wandelte sich in Liebe und Freude. Ein Gefühl der Erleichterung machte sich breit. Dann hab ich mir noch gesagt, dass ich es nicht alleine schaffen muss, dass es Menschen gibt, die mir dabei helfen.

Falls das bei dir nicht gleich so funktioniert, gehe noch einmal zurück und frage dich: Was ist das Schlimmste, was dir in der Situation passieren könnte? Spiele das Szenarium durch und stell dir vor, was das Allerschlimmste wäre. In meinem Fall kam ich zum Entschluss, dass ich meine Firma verlieren würde. Aber ich hätte immer noch meine wunderbare Familie und ich lebe in einem Land, das mich im Notfall unterstützt und es immer Menschen geben wird, die für mich da sind.

Sobald deinem Geist klar wird, dass das schlimmste, was passieren kann, nicht dein Leben bedroht, kommen Leichtigkeit, Freude und Motivation zurück. Ich hatte plötzlich wieder Lust auf meine Arbeit, weil ich sie aus der Freude heraus tun konnte und nicht aus Angst und Kampf ums Überleben.

Achtsamkeitsarbeit ist ein Prozess

Je nachdem, wie groß deine Angst oder Blockade ist, musst du diese Szenarien ein paar Mal durchspielen. Achtsamkeitsarbeit ist ein Prozess, der immer wieder wiederholt werden darf. Zuerst bearbeitest du die großen Brocken.“ Ich bin nicht genug“, „Ich schaffe es nicht“, „Ich werde abgelehnt“, „Ich werde nicht geliebt“ usw. Sind diese großen Brocken aus dem Weg geräumt, kümmerst du dich um die kleinen Dinge.

Stell dir vor, das Leben ist ein großer Garten mit Unkraut. Zuerst zupfst du die großen Brocken raus, das Leben fühlt sich in Folge entspannter und freudvoller an. Danach kommt die Arbeit, wo du das kleine Unkraut entfernst und Stück für Stück neuen Rasen säst und dein Leben neu planst.

Ein Garten benötigt ein Leben lang Pflege, wie auch dein Leben. Je bewusster und regelmäßiger du aufräumst, desto weniger Unkraut wird nachwachsen. Beachte, dass die Veränderung nicht von heute auf morgen kommt. Es beginnt mit einem Prozess, sich zu erlauben, die Gefühle zu fühlen und die Geschenke des Lebens anzunehmen. Gefühle entstehen nicht ohne Grund, sie sind dafür da, bewusst gefühlt zu werden.

Der 4-Schritte-Prozess zum Auflösen von Ängsten

Punkt 1: Ist die Angst wahr?
Punkt 2: Ist die Angst wirklich wahr?
Punkt 3: Was passiert, wenn ich festhalte?
Punkt 4: Probiere es mit der Umkehrung

Diesen Prozess empfehle ich dir von Herzen. Viele Menschen wissen nicht, wie sie mit sich selbst arbeiten sollen. Sie wissen nicht, wie unser Körper oder unser emotionales Zentrum funktioniert. Viele können keine Gefühle wahrnehmen. Wenn wir die obigen Fragen direkt in den Raum stellen, können wir unser Unterbewusstsein direkt anzapfen.

Ich lade dich ein, das erste große Unkraut aus deinem Garten zu entfernen und danach die Feinarbeit zu erledigen. Mach dich auf dem Weg, den schon viele Menschen vor dir gingen. Vergiss nicht, dass viele andere Menschen vor dir bereits durch diese Prozesse gingen und es auch jetzt noch tun.

Du befindest dich vielleicht an einem Punkt, wo „der Garten“ noch nicht schön aussieht. Es befindet sich noch viel Unkraut im Gras. Lass uns gemeinsam diesen Weg gehen. Ich lade dich in meine Achtsamkeits-Academy ein, dass wir gemeinsam „gärtnern“, dein Leben aufbauen und für dein Wachstum sorgen. Nach und nach wirst du zu deinem eigenen Coach und Lehrer, der diese Prozesse selbst durchführen kann.

Gehe das Gesagte immer wieder durch, und vergiss nicht: Wissen alleine ist nicht alles. Du darfst es auch umsetzen. Wenn du das Wissen nur aufsaugst und in deinem Kopf belässt, ist es nicht mehr wert, als das Blatt Papier, auf dem es geschrieben steht. Das Wissen ist eventuell bei einer Cocktailparty nützlich, wenn du damit angeben willst, wie unser Gehirn funktioniert. Damit bereichern wir aber unser Leben nicht. Mache den Garten deines Lebens zu einem wundervollen Ort – es wird jeden Tag leichter!


Lass uns zusammen ein Leben erschaffen, das wirklich rockt:


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