Wie du die Angst vor Krankheiten verlierst

Angst vor Krankheiten

Gehörst du zu den Menschen, die Angst vor Krankheiten haben? Achtest du vielleicht sehr genau darauf, welche Zeichen dein Körper gibt und suchst danach Antworten beim Arzt oder im Internet?

Vielleicht kennst du das: Deine Gedanken kreisen ständig um Krankheiten. Du denkst bei einem vielleicht harmlosen Schnupfen sofort an eine Lungenentzündung und jeder unerklärliche Kopfschmerz könnte für dich schon ein Anzeichen für einen Tumor sein.

Diese Gedankengänge können sich verselbständigen und irgendwann sehr bedenkliche Ausmaße annehmen und das Leben der davon betroffenen Menschen stark beeinträchtigen.

Wie sich die Angst vor Krankheiten zeigt, auswirkt und wie du sie überwinden kannst, möchte ich dir in diesem Artikel zeigen, damit du bald wieder ein angstfreies und vor allem gesundes Leben führen kannst!


Hast du Angst vor Krankheiten?

Sei mal ehrlich: du hast doch bestimmt einmal versucht, die Ursache deiner Symptome mit Hilfe von „Dr. Google“ herauszufinden.

Es gibt Studien zu diesem Phänomen, die zeigen konnten, dass  "normal" veranlagte Menschen durch Dr. Google tatsächlich Erleichterung finden und sich deren  Krankheitsverläufe verbessern, aber für Menschen mit hypochondrischen Veranlagungen (Veranlagung für Angst vor Krankheiten) genau das Gegenteil zutrifft.

Deshalb raten Ärzte von der Selbstdiagnose über Suchmaschinen immer wieder ab, denn wer eine Krankheit sucht, der findet sie oft auch.

Natürlich kennen wir unseren eigenen Körper am besten und es ist logisch und nachvollziehbar, dass wir Veränderungen erkennen müssen, um uns im Fall der Fälle die nötige ärztliche Unterstützung zu holen.

An dem Punkt allerdings, an dem jedes Ziehen, Stecken, Drücken oder Pulsieren gleich der Hinweis für eine schwere Krankheit sein kann, ist es kein normales oder hilfreiches Verhalten mehr.

Die ständige Angst vor Krankheiten führt zu einem Gedankenkarussell, aus dem man nur schwer wieder aussteigen kann, wenn sich der Kopf einmal in diese Richtung fokussiert hat.

Woher kommt die Angst vor Krankheiten?

Für die Angst vor Krankheiten kann es verschiedene Ursachen geben. Die vier häufigsten sind:

  1. Eigene Erfahrungen mit Krankheit
  2. Erfahrungen aus dem direkten Umfeld
  3. Mediale Prägung
  4. Kindliche Prägung

Ein Beispiel ist, wenn man mitbekommt, dass ein Freund oder Familienmitglied schwer krank ist.

Wir alle wissen, dass es schwere Krankheiten gibt, aber die wenigsten von uns lassen sich dadurch täglich beeinflussen.

Wenn ein Mensch generell wenig Vertrauen ins Leben hat, gegebenenfalls Krankheiten oder Tod im nahen Umfeld beobachten musste, lässt dieser sich oft leichter von Informationen über Krankheiten beeinflussen.

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir heute täglich mitunter mehrmals Informationen über Krankheiten ausgesetzt sind. Sei es über die sozialen Medien, über (oft unnütze) Nachrichten oder gut gemeinte TV-Beiträge zur Aufklärung.

Auch kindliche Prägungen können die Ursache sein. Wenn sich schon die Eltern wegen Krankheiten gesorgt haben, egal ob ihre eigenen oder die der Kinder oder  stark reagiert haben, wenn sie oder die Kinder von Krankheit betroffen waren.

Es kann sich auch um eine Prägung handeln, die erst später im Leben auftritt, wenn man z. B. eine schwere Krankheit eines anderen miterlebt hat.

Diese Angst entsteht durch ein Zusammenspiel aus Gedanken, Gefühlen und Verhaltensmustern.

Ein ungeübter Geist, der macht, was er will, sieht natürlich, dass Krankheiten etwas unangenehmes sind und steigert sich in diese Angst hinein.

Dass es für uns auch noch die Option gibt, Symptome gleich zu googlen und dabei Ergebnisse zu erhalten, die unwahrscheinlich sind, aber Angst machen, dient der ganzen Sache natürlich nicht.

Man denke an das typische Beispiel, dass aus Kopfschmerz gleich ein Gehirntumor wird, wenn man sich nur lange genug durch die Seiten klickt. Klar macht so etwas Angst!

Welche Ängste sind „normal“?

Normal ist, wenn dein Körper mit Angst reagiert, wenn etwas mit ihm nicht stimmt. Angst an sich ist die Reaktion auf etwas Unbekanntes, das wir erstmal nicht lösen können.

Angst ist eine Emotion, die uns leider auf unangenehme Art und Weise motiviert, etwas zu verändern.

Hier ist die Frage, wie wir diese Energie nutzen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten; die eine dient uns, die andere nicht.

1) Nicht dienlich:

Wir steigern uns in das Problem hinein und werden immer sensibler gegenüber körperlichen Symptomen und entwickeln immer mehr Angst oder sogar Angst vor der Angst selbst.

Alles dreht sich um diese Ängste dreht und wir sperren uns in einer Endlosschleife aus Sorgen ein. „Warum muss mir das passieren?“ „Was ist, wenn ich sterbe oder leiden muss?“ Kurz: Alle Gedanken, die uns emotional belasten und zu keiner Lösung führen.

2)Dienlich: 

Wir nutzen die Energie, um in unserem Leben etwas zu verändern. Wir gehen zum Arzt, machen vielleicht mehr Sport oder ernähren uns gesünder.

Gedanken, die uns dienen sind z. B. „ich sollte mal zum Arzt/zur Vorsorge“, auf eine gesündere Ernährung achten, für mich sorgen

Solange die Gedanken zu Lösungen oder einen gesünderen Umgang mit uns führen, dienen sie uns.

Doch meist ist das Gegenteil der Fall. Wir steigern uns unnötig mit unseren Gedanken in Angst-Szenarien hinein, die uns zusätzlich belasten.

Wenn diese Dynamik auch auf dich zutrifft musst du dringend lernen, gesünder mit deinen Gedanken umzugehen.

Das wird auch der Schlüssel für den Lösungsansatz sein, den ich später noch genauer erkläre.


Die Abwärtsspirale der Angst

Viele Menschen wissen leider nicht, dass Gedanken Emotionen auslösen. Und diese negativen Emotionen (Ängste) sind wiederum Nährboden für neue Ängste.

Das heißt, wenn du gerade Ängste hast, ist die Wahrscheinlichkeit, dass daraus neue Angstgedanken entstehen, viel höher. Und diese lösen dann wieder Emotionen (Ängste) aus.

Es entsteht ein Teufelskreis aus angstvollen Gedanken, die Ängste auslösen, welche wiederum der Nährboden für weitere Angstgedanken sind.

Ich möchte dir kurz eine wichtige Übung zeigen, um deine Gedankenspirale zu erkennen und selbst zu dieser wichtigen Erkenntnis zu gelangen:

Wenn du gerade Ängste empfindest, frage dich: „Welche konkreten Gedanken haben zu diesen Ängsten geführt?“

Beobachte, wie deine Ängste selbst wieder Nährboden für neue negative Gedanken bilden und umgekehrt, welche Gedanken wieder neue Ängste entstehen lassen.

Das Beobachten und erkennen schafft Distanz und diese Distanz hilft uns aus der Angstspirale auszusteigen.

Wenn du diese Dynamik aus Gedanken und Ängsten genauer verstehen möchtest und lernen willst, wie du sie verlassen kannst, habe ich hier ein Video für dich:

Woran erkennt man, dass man eine Angststörung hat?

Ängste zu haben, ist normal. Im besten Fall schützen sie uns vor gefährlichen Situationen. Wenn eine Angst allerdings krankhaft wird und die Lebensqualität stark einschränkt, ist es wichtig, einzugreifen.

Menschen mit einer krankhaften Angst vor Krankheiten (Hypochondrie) machen sich Sorgen um Schmerz, Behinderung, Leiden und Tod. Oft kreist die Angst dabei um ganz konkrete Szenarien bzw. Krankheiten

Sie nehmen sämtliche körperliche Symptome gesteigert wahr und achten sehr gezielt und übertrieben auf die Signale ihres Körpers. Das führt natürlich dazu, dass sie auch schon kleine Veränderungen bemerken und sich hierüber bereits Sorgen machen.

Betroffene Menschen recherchieren zudem oft intensiv im Internet und sammeln jegliche Informationen in Bezug auf die gefürchteten Krankheiten.

Ihre Gespräche und Aktivitäten werden von der Angst vor Krankheiten irgendwann stark beeinflusst und stören die soziale Interaktion.

Hinzu kommt bei vielen, dass sie sich sehr schwer tun, Unsicherheit zu ertragen und immer ein dringende Bedürfnis haben, ihre Symptome schnell abzuklären.

Und selbst, wenn der Arzt Entwarnung gibt, dauert es oft nicht lange, bis Zweifel aufkommen.  Schließlich spüren wir ja körperlich etwas, das "nicht normal" ist.

Das verursacht natürlich noch mehr Unsicherheit und Angst, die in einigen Fällen sogar zu schweren Panikattacken führen kann. Die Betroffenen werden immer mehr von ihrem Leiden eingenommen.

Sobald wir uns unserer Gedanken bewusst sind, verlieren sie ihre Macht über uns.

PETER BEER

Hier ein paar Beispiele, woran du übertriebenes, krankhaftes Verhalten erkennst

  • Du beschäftigst dich sehr mit körperlichen Veränderungen und möglichen Symptomen
  • Du kannst an nichts anderes mehr denken, als an eine mögliche Krankheit
  • Du gehst ständig zum Arzt, um ja sicherzustellen, dass dir nichts ernsthaftes fehlt

Und selbst, wenn noch keiner dieser Punkte auf dich zutrifft oder du dich nicht stark durch deine Gedanken belastet fühlst, ist es vermutlich jetzt schon wichtig, einen gesunden Umgang mit deinen Gedanken zu lernen.

Wie das funktioniert, zeige ich dir in diesem Video:

Wie du mit der Angst vor Krankheiten umgehen kannst

Gesund mit dem eigenen Geist umzugehen ist die Fähigkeit, die eigenen Gedanken wahrzunehmen und durch den Akt des Wahrnehmens Distanz zu ihnen zu gewinnen.

Sobald wir uns unserer Gedanken bewusst sind, verlieren sie ihre Macht über uns.

Ein Beispiel dafür:

Wenn du jetzt feststellst: „Ok, es ist Angst da“ – sie kann durchaus eine Berechtigung haben, wenn ein Familienmitglied eine Krankheit hat/hatte, vor der du Angst hast oder du bereits eine Diagnose hast – gibt es jetzt zwei Möglichkeiten.

Du kannst deine Gedanken aktiv in eine konstruktive Richtung lenken.

  1. Ich sollte zum Arzt gehen
  2. Ich darf ab jetzt gut auf mich achten
  3. Ich kann sämtliche Risikofaktoren ausschließen
  4. Auch, wenn ich jetzt Angst habe: wofür bin ich trotzdem dankbar?

Punkt d) erkläre ich unten noch genauer, der ist wichtig!

Nicht empfehlenswert, aber am Anfang natürlich normal ist, wenn deine Gedanken noch in diese Richtung gehen:

  1. Warum muss das so sein?
  2. Ich will nicht so leiden, wie Person XY
  3. Was ist, wenn dies oder das noch dazu kommt?
  4. Ich muss so lange zum Arzt rennen, bis ich sicher bin (auch, wenn nichts gefunden wurde)

Bei jeder Unsicherheit ist unser Geist wie ein kleines, schreckhaftes Kind und genau so dürfen wir mit ihm sprechen. Also so, als ob wir ein Kind beruhigen müssen.

Sage ihm „Alles ist gut“. Und wenn uns das Kind fragt: „Was ist, wenn nicht alles gut ist?“, dann antworte, dass es alles schaffen wird, weil es bereits alles dafür getan hat und tun wird, was wichtig ist.

Wenn du dich jetzt fragst, warum du mit positiven Gedanken auf so ernsthafte Themen reagieren solltest, überlege dir folgendes:

Kennst du einen Menschen, der es geschafft hat, durch Angst und sich Sorgen machen eine Krankheit oder ein negatives Lebensereignis verhindern konnte? Vermutlich nicht. Durch Sorge wirst du nicht verhindern, dass irgendetwas passiert.

Ist es da nicht naheliegender, dein Leben zu genießen, egal, was kommt?

Es ist noch keiner durchs Sorgen machen gesünder geworden

Der Wahrheit ins Auge sehen

Mal angenommen, du gehst zum Arzt und er eröffnet dir, dass du nur noch wenige Monate zu leben hast. Ein sehr plakatives Beispiel, ich weiß.

Du würdest wahrscheinlich erstmal richtig Angst bekommen. Eine Welt würde für dich zusammenbrechen, da du ja noch so viel machen, erfahren und tun wolltest!

Und das ist völlig verständlich.

Aber überlege dir jetzt mal, welche Gedanken nach der Angst kommen. Dass die erste Reaktion Schock und vermutlich furchtbare Angst ist, setze ich hier voraus.

Doch was kommt nach der Angst?

Wenn du die Tatsache akzeptiert hast, wirst du anfangen zu überlegen, was du mit deiner verbleibenden Zeit noch tun möchtest. Du wirst nicht mehr denken „Das mache ich nächste Jahr oder irgendwann mal“.

Du beginnst, jeden Moment wertzuschätzen, die Dinge zu tun, die dir wirklich Freude bereiten.

Und jetzt übertrage das auf deine Angst vor Krankheiten.

Wenn wir ehrlich sind: wir wissen nicht, was passieren wird.

So banal es klingen mag, aber im Grunde könnte jeden Tag etwas mit uns sein und dann wäre es wirklich unglaublich traurig, wenn man sein Leben mit Ängsten und Sorgen verbracht hätte.

Ja, vermutlich hast du bereits Sprüche gehört, wie dass sich das Wetter nicht ändert, wenn man darüber jammert. Mir ist bewusst, dass du verstehst, was ich sagen möchte.

Und jetzt darfst du beginnen, es wirklich zu fühlen und zu verinnerlichen. Nimm den Gedanken an den Tod als Ratgeber!

Wenn du Angst vor dem Tod hast oder vor Krankheiten und anderen Dingen, die passieren könnten: Nimm es wahr und dann wechsle zu den konstruktiven, dienlichen Gedanken.

Betrachte dein Leben genauer und mache dir bewusst, was daran wirklich schön ist. Was kannst du tun, das dir Freude bereitet? Was wolltest du schon immer einmal ausprobieren?

Folge immer mehr dem, was dir Freude bereitet und lass das sein, was dir nicht gut tut. Und wenn Ängste dabei sind, ist das ok! Sie sind ein Teil des Lebens, von dem wir uns aber nicht abhalten lassen sollten, es zu leben!


Das einfachste, das du für deine Gesundheit tun kannst

Wir können und sollten eigenverantwortlich etwas tun, um unsere Gesundheit zu fördern und somit unsere Angst vor Krankheit gar nicht erst wachsen zu lassen.

Neben dem gesünderen Umgang mit deinen Gedanken, wie ich ihn oben beschrieben habe, spielt das Thema Dankbarkeit eine große Rolle.

Falls du an dieser Stelle mit den Augen rollen solltest, weil du das vielleicht schon öfter gehört hast, lies weiter!

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das Praktizieren von Dankbarkeit unser Immunsystem stärkt und somit unsere Gesundheit fördert.

Wenn du diesen Ansatz gerne einmal mit meiner Hilfe ausprobieren möchtest, höre dir herzlich gerne meine Heilmeditation an.

Hier findest du außerdem ein ausführliches Video dazu:

Die Angst vor Krankheiten besiegen

Wenn wir ehrlich sind, hat fast jeder von uns Angst vor Krankheiten! Bei dem einen ist sie stärker ausgeprägt, bei dem anderen nicht.

Wenn dich deine Angst belastet und deinen Alltag maßgeblich beeinflusst, ist es Zeit, etwas zu verändern.

Hier sind deine Optionen:

  1. Über dich in einem gesunden Umgang mit deinen Gedanken (siehe Video oben)
  2. Praktiziere Dankbarkeit (hier nochmal die Meditation für dich)
  3. Wenn du wirklich in einer belastenden Angst-Dynamik steckst, solltest du dir Hilfe in der Form eines ausgebildeten Therapeuten holen!
  4. Eine Hilfe, die wir hier anbieten, ist unser intensiver Kurs „Ängste lösen“, der dich dabei unterstützen kann, eigenständig an deinen Ängsten zu arbeiten.

Überlege einmal, wie dein Leben aussehen könnte, ohne diese Angstgedanken. Selbst, wenn du eines Tages krank wirst, hattest du davor wenigstens ein erfülltes Leben, ohne unnötige zusätzliche Sorgen.

Vermutlich weißt du ja schon, dass ja mehr wir unsere Aufmerksamkeit auf etwas legen, umso größer und wichtiger wird es für uns. Egal ob positiv oder negativ.

Wir können uns also entscheiden, wohin wir unsere Aufmerksamkeit legen möchten. Es bedarf nur etwas Übung.

Und wenn du jetzt denken solltest „So schlimm ist es bei mir gar nicht“. Fange lieber früher als später an, dich deinen Ängsten zu stellen und einen gesunden Umgang mit ihnen zu lernen.

Denn die Dynamik der Angst hat die Tendenz, sich zu verstärken, wenn man nicht aktiv dagegen steuert.


Was würdest du tun, wenn deine Ängste nicht mehr da wären?

Zum nachdenken

Egal, wo du gerade stehst, es ist so wichtig, dich deinen Ängsten zu stellen.

Ob mit Hilfe von Meditation, einem Kurs oder psychologischer Unterstützung.

Fang an! Es ist dein Leben 🙂

Dein Peter

PS: Hier findest du alle Informationen zum Kurs "Angst loslassen":

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