Die Essenz der Spiritualität

Heute geht es um das Thema „Die Essenz der Spiritualität: Akzeptanz, nicht bewerten und wirklich verstehen. Es geht um das große Ganze. Viele Menschen stoßen sich an dem "nicht urteilen". Ich möchte dir erklären, warum es so wichtig ist, sich spirituell und persönlich zu entwickeln. Wenn du das einmal verstanden hast, wird dein Leben wieder leichter, denn du hörst auf, gegen das Leben zu kämpfen.

So oft kämpfen wir gegen Dinge in unserem Leben an. Wenn wir diesen Kampf sein lassen und verstehen, wie das Leben funktioniert, wird es um einiges leichter, Stück für Stück freudvoller. Du bekommst im Endeffekt das, was du dir immer gewünscht hast. Nicht, indem du etwas tust, sondern, indem du es sein lässt.

Akzeptanz ist einer der wichtigsten Punkte überhaupt. Es gibt verschiedene spirituelle Konzepte, die mittlerweile auch die Psychologie bestätigt. Dazu gehört ein Konzept, das in der Psychologie als "Akzeptanz und Kommittent" bezeichnet wird. Es bestätigt das, was spirituelle Lehren sagen. Jetzt stellst du dir vielleicht die Frage, warum dieses Konzept des Nicht-Beurteilens so wichtig ist. Und genau das möchte ich dir heute anhand von verschiedenen Beispielen erklären.

Praxisbeispiel Akzeptanz

Ich schaue aus dem Fenster während draußen ein Unwetter beginnt. Es regnet, donnert und blitzt. Viele Menschen würden jetzt sagen, sie wünschen sich Sonne, das Wetter ist schlecht. Sie beurteilen das Wetter, indem sie sich schönes Wetter wünschen und das schlechte Wetter nicht akzeptieren. Warum regnet es schon wieder? Warum ist es schon wieder kalt?

Jede spirituelle Lehre und die psychologische Strömung würden sagen: Lass das Wetter so sein, wie es ist. Nimm es an, wie es ist. Mal regnet es, mal scheint die Sonne. Das ist weder gut noch schlecht, aber es wird gut oder schlecht für dich in dem Moment, wenn du darüber urteilst, indem du dem Wetter die Bedeutung gut oder schlecht gibst. Dadurch veränderst du dein persönliches Erleben des Wetters. Das Wetter selbst ist, wie es ist.

An dem Beispiel kann man deutlich erkennen, dass es einfach nichts bringt, über das Wetter zu schimpfen, weil es sich dadurch nicht ändert. Wo spürst du in einem Leben noch Widerstand? Wo kämpfst du? Läuft deine Beziehung nicht so, wie sie sollte? Dein Mann tut zu wenig oder zu viel? Du tust zu wenig oder zu viel? Oftmals haben wir einen Widerstand gegen unseren eigenen Alltag. Oder  vielleicht fühlst du eine Palette an Gefühlen, die du nicht fühlen willst, wie Traurigkeit, Angst, Unruhe oder Niedergeschlagenheit.

Angst vor der Angst

Indem wir gegen diese Gefühle Widerstand leisten, erzeugen wir mehr davon. "Ich möchte es nicht fühlen, ich möchte es nicht haben", sind Gedanken, die das Empfinden nur weiter verstärken. Genau aus diesem Grund ist das Konzept der Akzeptanz, des Nicht-Bewertens wichtig. Wenn wir beispielsweise sagen, "ich habe Angst, ich möchte die Angst nicht haben", beschäftigen wir uns geistig mit der Angst.

Wir richten unser Augenmerk auf die Angst, Menschen entwickeln sogar Angst vor der Angst, weil sie sie nicht fühlen möchten. Sie haben Angst vor der Vorstellung und sind wütend darüber. Dann machen sie sich Sorgen, weil sie sich so viele Sorgen machen. Weil es nicht gut ist, sich über die Angst so viele Gedanken zu machen. Sie sind irgendwann in der Abwärtsspirale gefangen und verlieren und verlieren sich im Grübeln, in Gedanken und sind vom Leben abgeschnitten. Sie sind nur noch in ihrem Kopf, was irgendwann auch zu psychischen Krankheiten führen kann.

An dieser Stelle sagen Psychologie oder spirituellen Lehren einstimmig, dass es wichtig ist, die Dinge im ersten Moment so anzunehmen, wie sie sind. Was passiert, wenn wir anstatt der Angst Raum zu geben, diese einfach annehmen, sprich, akzeptieren, dass sie gerade da ist? Dann haben wir zwar immer noch Angst, wir fühlen sie auch, aber das hätten wir ja sowieso getan. Irgendwann beruhigt sich unser Geist durch dieses Zulassen dann einfach. Das gilt für alle negativen Gefühle: wir lassen sie zu, hören auf zu urteilen und dann dürfen sie auf natürliche Art und Weise von alleine verschwinden.

Loslassen ist die Lösung

Vielleicht hast du gute Freunde, Kollegen, oder einen Partner, an denen du manche Dinge überhaupt nicht magst. Du nörgelst und schimpfst darüber. Ich kenne einige Klienten, die sich ständig mit diesen Dingen beschäftigen, sich darüber ärgern, ständig darüber nachdenken, aber niemals ins Handeln kommen.

Was würde passieren, wenn wir diese Dinge akzeptieren, wie sie sind? Vor Kurzem hatte ich eine Klientin, die einfach alles an ihrem Mann gestört hat. Egal was tat. Ich riet ihr, mal alles so hinzunehmen, wie es ist. Was ist dann passiert? Auf einmal löste sich der Kampf auf. Nachdem sie geübt hatte, die Dinge einfach einmal so sein zu lassen, wie sie sind, machte sich ein ganz anderes, postives Gefühl in ihr breit.

Vermutlich verstehst das Konzept an dieser Stelle bereits und denkst dir dennoch, dass es Bereiche im Leben gibt, wo diese Strategie nicht funktionieren kann. Ich bin noch zu dick, zu dünn, zu arm etc. Jedes Mal, wenn wir die Welt beurteilen und nicht so sein lassen, wie sie ist, gehen wir in den Widerstand. Wir können diesen Widerstand entkommen, indem wir die Dinge annehmen, wie sie sind, ihnen die Erlaubnis geben, gerade da zu sein.

Widerstand ist sinnlos

Auch wenn du das Konzept des Annehmens mit dem Verstand nachvollziehen kannst, ist es möglich, dass dir dein Kopf noch einen Strich durch die Rechnung macht. Nimm die Gedanken, die du denkst, einfach an. Es ist ok, dass sie da sind. Du musst ihnen weder folgen, noch dich mit ihnen identifizieren. Nimm diese Gedanken, die im Widerstand mit dem Leben sind, an. Dieser Widerstand ist an sich sehr spannend, denn im Grunde ist er sinnfrei, weil das Leben nun einmal so ist, wie es gerade ist. Es ändert nichts, wenn wir in den Widerstand gehen. Wir erzeugen höchstens innerlich Leid, wenn wir ständig dagegen ankämpfen.

Vielleicht geht es dir gerade nicht gut. Vielleicht bist du traurig oder hast Gefühle, die du nicht haben möchtest und du möchtest da jetzt dringend einfach nur raus kommen. Und schon wieder bist du im Kampfmodus. So lange du, egal in welchem Bereich, emotional, familiär, finanziell oder in Beziehungen kämpfst, wird sich nichts verändern. Ja, es mag gesellschaftsfähig sein, zu kämpfen, aber es bringt uns keinen Schritt voran. Vor allem bei Männern wird öfter verlangt, dass diese männlich sein, Stärke zeigen und gegen die Welt kämpfen sollen.

Mit dem Leben gehen

Stell dir vor, eine Katze fällt aus dem ersten Stock zu Boden. Sie macht sich nicht hart, eine Katze macht sich weich und landet deswegen viel sanfter. Wenn sich ein Baum bei einem Sturm nicht bewegt, stürzt dieser ein. Sogar ein Grashalm bewegt sich mit dem Leben. Die Tao-Psychologen nennen dies Wu Wei – nicht gegen das Leben kämpfen und DAS ist die Essenz der Spiritualität.

Auch wir könnten mit dem Leben gehen, so wie jedes Tier es auf dem Planeten tut. Perfekte Harmonie mit der Natur, mit den Jahreszeiten, mit den Begebenheiten. Doch unser präfrontaler Cortex hat die Fähigkeit, die Dinge nicht anzunehmen, dagegen zu kämpfen. Mit dem Kämpfen erzeugen wir Leid und mehr Widerstand, egal, ob emotional oder im Außen. Wenn wir die Dinge annehmen, verändern sie sich. Dann kann das kommen, was wir uns eigentlich wünschen. Indem wir "weich werden", dem Leben folgen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass wir nichts tun sollen oder dürfen. Nicht kämpfen heißt nicht, nicht handeln. Wir dürfen Dinge da sein lassen und dennoch aktiv sein. Diese Aktivität kommt aus der Freude; sie ist ein Ausdruck und kein Kampf. Es ist etwas Energetisches.  

Während der spirituellen Entwicklung es ist wichtig, alles anzunehmen wie es ist. Kommt trotzdem ein Widerstand, gilt es immer, nicht gegen den Widerstand zu kämpfen, ihn anzunehmen und zu beobachten. Das kann am Anfang eine Herausforderung sein. Oft urteilen wir oder kämpfen gegen etwas an. Dann bemerken wir, dss wir ja nicht bewerten und kämpfen sollen und erzeugen dadurch wieder innerlich Stress und einen Widerstand gegen den Widerstand.

Die Sache mit dem Widerstand

Das Spannende am Widerstand ist, dass er nur so lange existiert, wie du ihm Energie gibst. Kämpfst du, gibst du ihm Energie. Es ist ok, dass du diese Gedanken hast, dass du diese Gefühle fühlst, den Widerstand hast. Kämpfe nicht dagegen, sondern werde eins mit dem, was ist. Wie ein Blatt im Wind oder ein Grashalm auf der Wiese. Dann kann das entstehen, was wir wirklich wollen. Durch diesen inneren Frieden entsteht das, was wir immer wollten.

Natürlich sollen wir nicht nur da sitzen und lächeln. Am Anfang lassen wir die Sachen sein, wir nehmen sie wahr und beobachten sie. Was macht mein Geist, der Widerstand, die Gefühle? Was passiert in der Welt? Beobachte all das, ohne zu bewerten. Danach kommt die Energie, Freude kommt in dir auf und diese möchte sich ausdrücken und sich der Welt zeigen. Nutze sie, um etwas zu unternehmen, deine Arbeit damit bereichern oder eine tolle Zeit mit Freunden verbringen.

Das ist die Essenz der Spiritualität. Erleuchtung bedeutet nicht, komische Erfahrungen zu machen und nur noch dazu sitzen und nichts zu tun. Erleuchtung bedeutet, mit dem Leben eines sein und die Freude ausdrücken.

 

Du wirst eins mit dem Leben, wenn du aufhörst zu kämpfen

Wenn du mit dem Leben gehst, wirst du Erfahrungen machen, die andere mit spiritueller Erleuchtung verbinden. Dann kommt diese Form des „Einssein“. Das Ziel ist, das was du jetzt hast, so anzunehmen, wie es ist. Jeden Kampf, den du früher gekämpft hast zu beenden. Kämpfen ist sinnlos. Es sind genau diese Schritte, die ich dir erklärt habe. Erkenne, wo du noch kämpfst. Ob in Beziehungen, im Beruf, im Privatleben oder wo auch immer. Beobachte das Leben, wie es ist und nimm es an, weil es sowieso so ist, wie es ist.

Auch, wenn du das Annehmen regelmäßig praktizierst, können alte Konstrukte hochkommen. Auch hier gilt es, alte Prägungen, die da sind, anzunehmen. Stell dir einfach vor, du lässt jegliches Kämpfen sein und wie viel Energie dadurch für dich übrig bleibt. Wie viel Energie verschwenden wir fürs Kämpfen, für unsere unnötigen Geschichten im Kopf. Lass es stattdessen fließen, lebe wie ein Grashalm.

 

 


Lass uns zusammen ein Leben erschaffen, das wirklich rockt:


Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei