2 einfache Wege, mit negativen Menschen umzugehen

Man kann überall im Leben auf negative Menschen treffen. Das können Fremde sein oder auch Menschen im engeren Bekannten- oder Verwandtenkreis. Die Gefahr im Umgang mit negativen Menschen ist, verletzt oder gekränkt zu werden, Selbstzweifel zu entwickeln oder auch selbst irgendwann eine negative Einstellung zu bekommen.

Die meisten von uns kennen diese Menschen, die uns oder andere entweder verbal angreifen, kritisieren oder anderweitig mit ihrer Negativität beeinträchtigen.

In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wie du lernen kannst, gesund mit diesen Menschen umzugehen und dich nicht von ihnen herunterziehen zu lassen. Wie du souverän reagieren kannst, nicht mehr verletzt wirst und sogar gestärkt aus solchen Begegnungen hervorgehst.

Dafür gibt es zwei sehr wichtige Punkte, die du beachten darfst.

Was meine ich mit negativen Menschen?

Mit dem Wort negativ meine ich Menschen, die jammern, andere verbal angreifen, Scherze auf ihre Kosten machen. Menschen, die andere kritisieren und herabsetzen oder mobben (egal, ob es unter Schülern oder Kollegen bzw. durch einen Vorgesetzten passiert). Kurz, Menschen, mit denen man Zeit verbringt und sich danach schlecht, minderwertig oder völlig ausgelaugt fühlt.

Wenn du solche Menschen in deinem Leben hast, wirst du vermutlich denken „Was soll ich dagegen tun?, die sind so, wie sie sind und am besten wäre es doch, sie irgendwie loszuwerden oder selbst zu gehen." Auch, wenn es Situationen gibt, in denen man Menschen tatsächlich gehen lassen sollte, erinnere dich an den Spruch „Egal, wohin du gehst, du nimmst dich mit“? Und genau da liegt der Hund begraben. Aber eines nach dem anderen.

Die zwei extrem wichtigen Aspekte zum Thema negative Menschen

Ich treffe jetzt zwei Aussagen, über die du nach dem Artikel gerne noch einmal in Ruhe nachdenken solltest. Es ist gut möglich, dass sie beim ersten Lesen noch befremdlich wirken. Aber schau selbst:

  • Wenn dich eine andere Person verletzen kann, hat es auch etwas mit dir zu tun.
  • Menschen, die andere verletzen angreifen oder niedermachen, leiden selbst!

Viele kennen es vielleicht noch aus der Schulzeit, andere aus ihrem Arbeitsleben: Menschen, die andere angreifen, vor anderen niedermachen und kleinhalten. Ich bin überzeugt davon, dass sie alle tief drinnen selbst unsicher sind und dieses Gefühl nicht fühlen wollen oder können und es aus diesem Grund durch ein extrem selbstsicheres oder dominanten Auftreten überspielen.

Ein negativer Mensch hat ein negatives Leben

Wie fühlt sich die folgende Aussage für dich an: Menschen, die andere klein machen, tun es, weil sie sich selbst klein fühlen und sich so auf die metaphorische Trittleiter stellen. Egal, wie unmöglich sich ein Mensch verhält, wir können davon ausgehen, dass es diesem Menschen tief drinnen nicht gut geht.

Denn, wer mit sich im Reinen ist, wer inneren Frieden verspürt, hat gar nicht erst das Bedürfnis, andere zu verletzen!

Menschen, die sich anderen gegenüber negativ verhalten, haben auch ein negatives Leben. Und nein, das muss sich nicht im Außen zeigen. Möglicherweise sind sie erfolgreich, bei einer anderen Gruppe Menschen vielleicht sogar beliebt. Wir können nicht einmal davon ausgehen, dass alle diese Menschen ihre inneren Konflikte überhaupt wahrnehmen. Aber das ist hier nicht der Punkt.

Für den gesunden Umgang mit negativen oder nennen wir sie schwierigen Menschen ist es zunächst extrem wichtig, dass wir verstehen, dass es ihnen nicht gut gehen kann. Es ist wichtig, dass wir uns das im Umgang mit ihnen immer vor Augen halten! Warum? Weil es uns dabei hilft. Aber dazu gleich mehr.

Wie wir auf Angriffe und Kritik reagieren

In den häufigsten Fällen beziehen wir Angriffe, Kritik, herablassendes Verhalten etc. auf uns, anstatt zu verstehen: Es hat nichts mit uns als Mensch zu tun, dass diese Person kritisiert, beleidigt, angreift oder sich lustig macht, sondern zum aller größten Teil mit ihr selbst!

Versteh mich nicht falsch: sachliche oder fachliche Kritik ist etwas, dass wir von anderen annehmen (lernen) dürfen. Der Punkt ist aber, dass wir sie nicht persönlich nehmen sollen.

Und jetzt kommt meine Antwort auf die Frage, warum wir uns vor Augen halten dürfen, dass negatives Verhalten etwas mit der anderen Person zu tun hat und nicht mit uns: In dem Moment, in dem wir das verstanden haben, gewinnen wir erst einmal emotional Abstand. D. h. wir reagieren nicht trotzig, mit einem verbalen Gegenangriff oder laufen davon und lassen die Situation unverändert.

…Und es hat auch etwas mit dir zu tun

Wir machen uns das Geschenk, uns nicht von der anderen Person „nach unten“ ziehen zu lassen, sondern haben dann die Chance, im Fall von Kritik, die sachlichen Aussagen herauszufiltern und im Fall von Angriffen, Mobbing, etc. ganz klar sagen zu können „Ich begebe mich nicht in die Opferrolle, das hier hat nichts mit mir zu tun“. Stichwort Opferrolle. Dieser Satz führt mich zu meiner zweiten Aussagen, die für dich herausfordernd sein könnte.

Wenn du dich wegen anderen Menschen schlecht fühlst oder gemobbt, schlecht behandelt wirst etc. hat es auch etwas mit dir zu tun.

Ja, diese Aussage ist für viele vermutlich etwas schwierig. Wenn wir uns z. B. das Thema Mobbing ansehen, gibt es dort immer ein Opfer und einen Täter, die sich gegenseitig bedingen. Der Täter hat eine innere Unsicherheit und überspielt diese, indem er andere klein macht. Aber wen mobbt er denn? Menschen, bei denen er eine (größere) Unsicherheit spürt.

Auch, wenn das für Betroffene erst einmal sehr seltsam klingen mag: Es ist wichtig zu verstehen, dass hier beide Parteien eine innere Unsicherheit haben, die aber unterschiedlich ausgelebt wird. Die andere ist nicht wirklich stärker, er hat nur eine Strategie entdeckt, genau das zu überspielen.

Und was hier auch noch extrem wichtig ist: Wenn du dich in einer Position befindest, in der es dir nicht gut geht, lasse den Gedanken Schritt für Schritt los, dass es dir wegen anderen Menschen schlecht geht! In dem Moment, in dem ein „Opfer“ seine Unsicherheit annehmen und überwinden kann und innerlich wächst und alte Wunden heilt, ist es auch kein Opfer mehr.

Die Opfer-Täter-Dynamik

Solange wir diese Dynamik nicht durchschauen, fangen wir an, uns als Opfer zu sehen und die Welt als Täter. Und so lange wir uns als Opfer fühlen, werden wir es bleiben. Wenn wir aber anfangen, zu verstehen, dass der andere Menschen auch nur ein verletztes Kind ist und wir unsere eigenen Wunden heilen, gehen wir aus dieser Opferhaltung heraus und gewinnen Handlungsspielraum!

Ist das das alles noch zu theoretisch? Ich gebe dir gerne ein Beispiel:

Stell dir vor es sagt jemand zu dir: „Du bist dumm“ oder „Du bist nichts wert“ oder „Hey du kannst das nicht“, „Du bist nicht liebenswert“, „Du bist ein Versager“. Bei einem oder anderen hat es dich vielleicht gerade innerlich getroffen. Und jetzt lasse mal diese Aussage auf dich wirken: „Du bist ein schlechter Opernsänger!“ Wenn du jetzt nicht gerade tatsächlich einer bist, hat dich diese Aussage vermutlich nicht einmal mit der Wimper zucken lassen. Warum?

Weil es dir egal ist. Weil es in deinem System kein Programm gibt, dass bei der Aussage getriggert wird. Allerdings gibt es bei vielen von uns Programme, die durch Aussagen wie „Du bist nicht liebenswert, nicht intelligent, nicht schön etc.“ anspringen! Und daran erkennst du, dass du diese Programme (noch) hast und du darfst lernen, dir zu sagen: Das ist alles Bullshit!

Denn du bist genau so wenig ein Opernsänger wie du nicht nicht liebenswert bist! Das, was wir sind, wird niemals von Außen bestimmt! Aber wenn DU dich nicht für liebenswert hältst, bist du an diesem Punkt ein Opfer deiner Programme.

Viele von uns sind durch ihre Kindheit oder andere Erlebnisse geprägt, einige brauchen Unterstützung. Doch der Kern das, was du wirklich bist ist wundervoll. Wir haben irgendwann angefangen, uns über Dinge wie Intelligenz, Erfolg oder Schönheit zu definieren, und wenn wir bestimmte Normen nicht erfüllen, fühlen wir uns oft wertloser als andere.

Grübel nicht, welche inneren Programme du haben könntest!

Wenn uns jemand kritisiert, dürfen wir lernen, die Kritik auf einer sachlichen/fachlichen Ebenen annehmen und es nicht als Wertung verstehen. Wir können besser werden, aber es hat nichts mit unserer Essenz zu tun!

Wenn dich jemand angreift, denk an den Opernsänger und nimm es einfach nicht an. Erkenne, wenn es weh tut und dich triggert und sage dir: Es hat in diesem nichts mit mir als Mensch zu tun! Fange an, Selbstliebe zu praktizieren! Damit dir immer klarer wird, wie wertvoll du tatsächlich bist. Auch, wenn es für dich vielleicht noch wenig greifbar klingt:

In dem Moment, wenn wir unsere alten Wunden geheilt haben, können wir mit schwierigen Situationen ganz anders umgehen.

Nochmal: halte dir vor Augen: diese negative Person in deinem Leben hat keinen Spaß! Sie ist selbst unsicher, hat Ängste, ist unzufrieden, hat schlechte Erfahrungen gemacht (verletztes Inneres Kind) Und ich wiederhole das nicht, um das Verhalten zu entschuldigen, sondern damit du lernst, dich an dieser Stelle abzugrenzen.

Ihr Verhalten hat etwas mit IHR zu tun. Und du hilfst euch beiden, wenn du weder in Opfer- noch Angriffshaltung gehst, sondern Mitgefühl aufbringen kannst. Und wenn du es nicht kannst, dann geh. Du hast keine Verantwortung für die andere Person!

Denn dann ist es erst einmal wichtig, dass du auf dich achtest, friedvoller und entspannter wirst. Meditation hilft z. B., sich immer besser kennenzulernen (Stichwort Essenz). Grübel nicht, welche Programme du hast! Lerne und übe, sie immer wieder liebevoll annehmen!

Und wenn dich das Verhalten anderer immer wieder verletzt, ist es Zeit für die Heilung deiner alten Verletzungen. Dafür gibt es verschiedene Methoden und sieh dir gerne mal den Kurs "Heile dein Inneres Kind" dazu an.

Wenn es dir gut geht und du im Frieden mit dir selbst bist, kannst du in schwierigen Situationen ganz anders reagieren. Du wirst erstaunt sein, glaub mir!


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