Akzeptanz – Wie du inneren Frieden findest

Heute möchte ich darüber schreiben, wie wir inneren Frieden und Gelassenheit entwickeln. Die Ansatz dafür lautet Akzeptanz. Auf dem Weg zur inneren Ruhe und Wohlbefinden müssen wir mit Akzeptanz beginnen, also all das akzeptieren, was gerade ist. Möglicherweise kommen in dir bei diesen Worten jetzt schon Gedanken hoch wie:

  • „Warum sollte ich meine innere Unruhe und den Kampf akzeptieren?“
  • „Warum sollte ich akzeptieren, was ich nicht will?“ - ich will schließlich etwas verändern

Die Antwort ist einfach. Weil das der einzige Weg ist, um uns nicht selbst Leid zuzufügen. Das sagen die großen Weltreligionen, die Psychologie und die Neurowissenschaft. Alles beginnt mit der Akzeptanz. Doch wir machen meist das Gegenteil davon, weil wir die Dinge nicht akzeptieren wollen, wie sie sind. Ich möchte mich nicht unwohl fühlen, ich möchte etwas erreichen. Die Konsequenz davon? Wir kämpfen mit uns selbst, den Dingen, den Menschen und mit unseren Zielen.

Was ist Akzeptanz?

Akzeptanz bedeutet, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Im Buddhismus ist das Konzept der Akzeptanz der wichtigste Pfeiler für den achtsamen und bewussten Weg. Wenn wir uns innerlich unruhig fühlen, müssen wir es akzeptieren, wie es ist. Tun wir das nicht, beginnen wir, mit uns selbst zu kämpfen.

Wenn im Außen etwas nicht stimmt, können wir das Ziel nicht erreichen. Das zu akzeptieren, bedeutet zu erkennen, wo wir im Moment stehen. Akzeptanz bedeutet nicht, es hinzunehmen, sondern es anzunehmen. Akzeptanz bedeutet, die Dinge so zu sehen, wie sie sind, um aus diesem Gefühl heraus zu handeln und nicht etwas aus Wut, Mangel oder Widerstand.

Akzeptanz = Dinge annehmen, wie sie sind (nicht hinnehmen)

Akzeptanz als IST-Analyse

Nehmen wir das Beispiel Unternehmensberatung: Berater gehen in ein Unternehmen und machen eine IST-Analyse. Wie ist der aktuelle Stand des Unternehmens? Wo beginnen wir? Hier geht es nicht darum, den Status Quo zu verurteilen, sondern die Basis zu definieren und von dort aus zu handeln. Mit der Akzeptanz ist es das Gleiche.

Möchten wir abnehmen, dürfen wir nicht gegen uns kämpfen und uns nicht verurteilen, dass wir zu viel wiegen, keine Disziplin haben etc. Wenn wir Probleme mit unserem Partner haben o.Ä. gilt es ebenso: Wir müssen uns nicht ablenken oder kämpfen, weil es zunächst einfach erst einmal so ist, wie es ist.

Aus dieser Ruhe und Klarheit heraus können wir dann handeln, nicht mehr aus dem Widerstand heraus, wo wir gegen uns selbst kämpfen. Wenn wir uns innerlich unruhig fühlen oder etwas nicht akzeptieren, was in uns schlummert, erzeugt dies nachweislich Spannungen in unserem Körper.

Indem wir die Dinge akzeptieren, nehmen wir die Spannung heraus und müssen nicht mehr kämpfen. Das lässt sich auf sämtliche Lebensbereiche übertragen. Sei es in deiner Beziehung (dein Partner ist ok so, wie er ist!) im Beruf oder mit einem selbst (es ist ok, dass ich meilenweit von meinen Zielen weg bin, wie ich mich fühle, wie ich bin, wo ich aktuell stehe). Wir dürfen die Dinge immer so sehen, wie sie sind. Dadurch erhalten wir Klarheit in unserem Geist.

Manchmal kann es auch helfen, einfach ganz kurz richtig durchzuatmen – eine tolle Technik, die ich dir in einem anderen Blogbeitrag erkläre.

In welchen Bereichen deines Lebens kämpfst du noch?

Lass den Kampf sein, dann entspannen sich Körper und Geist. Aus der Entspannung heraus kommen wir ins Tun und dann können wir uns die Fragen stellen, die uns weiterbringen.

Beantworte dir zum Beispiel folgende Fragen:

  1. Was kann ich konkret tun, um meine Ziele zu erreichen?
  2. Wer kann mich dabei unterstützen?
  3. Wann fange ich damit an?
  4. An was kann ich noch denken?
  5. Handle ich weise und nicht aus dem Kampf heraus?

Psychologische Studien besagen, dass wir beim Kämpfen, ob gegen uns selbst oder gegen die Welt, nur 30 bis 50% unserer geistigen Ressourcen nutzen. Das Gehirn im Kampfmodus schüttet Stresshormone aus, die unser bewusstes Denken überfluten. Dieser Bereich wird komplett abgeschaltet und wir flüchten oder kämpfen weiter. Die Kampf- und Flucht-Situation ist in unserer Gesellschaft zu 99% nicht mehr angebracht. Wir brauchen die Ressourcen, um die Dinge zu erreichen, die wir wollen. Und das geschieht im Regelfall mit dem Kopf und nicht mit dem Körper.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Im ersten Schritt geht es darum, die eigenen Ressourcen zu aktiveren. Was ist der IST-Zustand? Den IST-Zustand erkennen wir erst, wenn wir ihn akzeptieren. Setze dich einmal ehrlich und aufrichtig damit auseinander. Nimm den Lebensbereich, in dem du dauernd kämpfst und spüre in dich hinein. Was macht es mir dir, wenn du sagst „ich höre jetzt auf zu kämpfen, es ist, wie es ist“? Betrachte die Dinge so, wie sie wirklich sind. Danach entwickelst du einen Plan, wie du weiter vorgehen kann und nutzt dabei z. B. die obigen Fragestellungen.

Betrachte deine Lebensbereiche, in denen du noch kämpfst, im Inneren oder im Außen. Lass den Kampf sein, lass ihn los. Loslassen bedeutet einfach, dass die Dinge so ok sind, wie sie eben sind. Ich muss es nicht lieben, aber es ist in Ordnung. Dann beobachte, was in deinem Körper, mit deinen Zielen und Beziehungen passiert. Das Loslassen bring uns näher an unsere Ziele, egal welche.

Akzeptanz ist immer der erste Schritt – auch wenn er manchmal weh tut. Es ist nicht immer leicht, aber es beginnt mit der Entscheidung, die Dinge zu akzeptieren.

Das Thema Akzeptanz ist ein wirklich grundlegendes Thema, das leider viel zu vielen Menschen fehlt. In meiner Achtsamkeits-Academy erfährst du mehr zu diesem Thema und viele weitere wertvolle Inhalte und Tipps. Dazu lade ich dich von ganzen Herzen ein.

 


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