So löst du deine Ängste, Glaubenssätze und Blockaden

„Ich bin einfach nicht genug.“

„Ich werde nicht geliebt.“

„Ich bin ganz allein.“

Das sind Ängste und Glaubenssätze, die jeder von uns schon einmal hatte. Sicher kennst du Menschen, bei denen du das für absolut unmöglich hältst, weil sie nach außen absolut selbstsicher und unverwundbar wirken, im Einklang mit ihrem Inneren, wie zum beispielsweise Personen des öffentlichen Lebens.

Doch auch sie haben einen langen Weg der Persönlichkeitsentwicklung hinter sich gebracht, damit sie ihren Blockaden so begegnen können.

Und sie befinden sich noch immer im Prozess; es gibt immer etwas, woran man arbeiten kann, denn das Leben ist dynamisch und bietet immer neue Situationen und Herausforderungen.


Warum du deine Ängste und Blockaden lösen solltest

Es gibt keinen Menschen, der per se eine perfekte Persönlichkeit besitzt und ein 100% glückliches Leben führt. Heute möchte ich dir zeigen, wie du deine Ängste, Blockaden und alte Glaubenssätze auflösen kannst.

Dafür möchte ich dir einen klaren Prozess an die Hand geben. Und es wird spannend, denn wir tauchen in die Tiefen der Psychologe und des Verarbeitungsmechanismus unseres Gehirns ein.

Selbst die Pioniere auf diesem Gebiet – Anthony Robbins, Eckhart Tolle, sicher auch Dalai Lama – sind als „normaler Mensch“ mit den gleichen Ängsten wie die meisten von uns auf die Welt gekommen. Sie haben einen weiten Weg der Auseinandersetzung mit dem Selbst und den eigenen Gefühlen hinter sich, und heute werden sie von allen Seiten für ihre Person bewundert.

Sie mussten also auch erst einmal ganz am Anfang beginnen – sie waren irgendwann einmal sicher am gleichen Punkt wie du jetzt gerade. Und das kann dir Mut schenken! Denn das bedeutet, dass das ganze kein Hexenwerk ist, und das auch du zu mehr Leichtigkeit, mehr Lebensfreude gelangen kannst.

Das gelingt dir mit einem Wandel deines Inneren, der Schritt für Schritt vorangeht.


Was man zu verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht mehr.

- Marie Curie

Gefühle und Ängste zulassen

Damit wir uns auf diesen Pfad der Selbstfindung begeben können, müssen wir unsere Gefühle zunächst einmal kennenlernen. Wir spüren sie immer körperlich; Emotionen befinden sich direkt im Körper und sind dort wahrnehmbar.

Wenn du also beispielsweise einmal nachts oder morgens im Bett mit deiner Angst konfrontiert bist, richte dich auf und nimm eine meditative Haltung ein. Häufig spüren wir zu dieser Zeit unsere Gefühle besonders intensiv, weil unser Geist diejenigen Dinge, die uns unterbewusst beschäftigen, in der Nacht verarbeitet.

Konnte dieser nicht alles verarbeiten, können wir diese am Morgen noch in unserem Körper spüren. Ich bezeichne die Zeit gleich nach dem Aufwachen gerne als „Unsere heiligen 10 Minuten“. Denn dann ist unser Geist noch klar und hat die Gelegenheit, ohne von der Masse an Eindrücken und Informationen von außen bombardiert zu werden zu arbeiten.

Es ist möglich, sich mit seinen wahren Gedanken und Gefühlen auseinanderzusetzen und zu erkennen, was der Körper einem sagen will und zu spüren, was er fühlt und was ihn beschäftigt.

Hier findest du eine Meditation zum Thema Ängste lösen

Gib dir die Erlaubnis, die Gefühle zu fühlen

Betrachte deine Gefühle nicht als deinen Feind. Vermeide Gedanken wie "Oh Gott, jetzt habe ich wieder Angst" oder "Jetzt bin ich traurig", also die Angst vor der Angst, und dadurch noch weiter in dein Gedankenkarussell zu fallen. Erkenne, dass diese Gefühle vielmehr für dich da sind.

Sie möchten dir klar und deutlich etwas mitteilen. Ich will dir zeigen, wie du ihre Sprache lernen kannst, um sie besser zu verstehen.

Voraussetzung dafür ist, dass du dir selbst die Erlaubnis gibst, die Gefühle zu fühlen und die Nachricht zu hören. Wenn Menschen Hoffnungslosigkeit, Traurigkeit, Einsamkeit und Verzweiflung fühlen, versuchen sie intuitiv, diese Gefühle wegzudrücken; sie wollen die Emotionen loswerden, weil sie zu schmerzhaft sind.

Entweder lenken sie sich ab, denken viel darüber nach oder suchen durchs Grübeln Antworten. Leider kann unser Geist Emotionen über diesen Weg nicht lösen. Es ist wichtig, dass du die Emotionen fühlen lernst, um herauszufinden, wo sich diese genau in deinen Körper befinden. Erlaube dem Gefühl, da zu bleiben, erlaube es dir, dieses Gefühl wahrzunehmen.

Bei den kleinen Dingen im Leben fällt dir das leichter: wenn dir ein Teller aus der Hand fällt und er zerbricht verkraftest du das leichter als beispielsweise die Trennung von einem geliebten Menschen. Den Verlust des Tellers steckst du leicht weg; die damit verbundene Emotion lässt du ganz automatisch zu und löst sie dadurch auch gleich wieder auf. Und bereits wenige Zeit später hast du den Vorfall schon wieder vergessen!

Manchmal dauert es allerdings länger; vergleiche das Gefühl mit einem schüchternen Reh, dem du dich vorsichtig näherst. Mal dauert es ein paar Minuten, mal 15 Minuten oder länger, bis du dich mit ihm vertraut gemacht hast. Gehe auf das Gefühl behutsam und langsam zu. Nicht zu schnell, sonst verschreckst du es wieder.


Die Methode „The Work“ nach Byron Katie

Die US-amerikanische Bestsellerautorin Byron Katie hat eine Arbeitsweise entwickelt, mit der man durch aktive Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen seine Ängste auflösen kann. Hier ein konkreter Leitfaden, wie auch du deine Ängste los wirst:

Schritt 1: Erkenne das Gefühl. Welche Situation hat dich belastet? (z.B. „Ich bin traurig, weil Maria mich nicht mag.“)

Fühl dabei in dich hinein. Behandle die Emotion wie einen Außenstehenden, eine externe Person und frage sie: „Was hat das mit mir zu tun? Worum geht es hier eigentlich wirklich?“ Vermeide dabei negative Gedanken und sei möglichst selbstsicher.

Schritt 2: Jetzt stell dir folgende Fragen:

  1. Ist das wahr? („Bin ich traurig, weil Maria mich nicht mag?“)
  2. Kannst du absolut sicher sein, dass das wahr ist? („Bin ich wirklich traurig, weil Maria mich nicht mag?“)
  3. Wie reagierst du, was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst? („Ich würde ständig versuchen, Maria zu gefallen. Ich würde mich in ihrer Gegenwart anstrengen und mich verbiegen, damit sie mich mag und ich nicht mehr traurig sein muss.“)
  4. Wer wärst du ohne diesen Gedanken? („Ich wäre eine selbstsichere Person. Ich wäre zufrieden mit mir, so wie ich bin, und hätte keine Selbstzweifel.“)

Schritt 3: Kehre die negativen Gedanken um. Das funktioniert auf 3 Wege:

  1. Umkehrung der Aussage ins Gegenteil („Maria mag mich.“)
  2. Umkehrung auf die andere Person („Ich mag Maria nicht.“)
  3. Umkehrung auf mich selbst („Ich mag mich nicht.“)

Byron Katies Umkehrung hält dir quasi einen Spiegel vor. Vielleicht erkennst du, dass die Eigenschaften, die du anderen zuschreibst, häufig deine eigenen sind. Denn meistens kommen unsere Ängste von innen: sie sind das Produkt unserer eigenen, ungelösten Gedanken und Gefühle.

Durch die verschiedenen Arten der Umkehrung lernst du verschiedene Perspektiven kennen. Und du erhältst auch die Chance zu erkennen, dass die Lösung nicht in der Veränderung deiner Umwelt liegt – die Lösung kommt durch die Auseinandersetzung mit deinem Inneren.


Sind meine Gedanken wirklich wahr?

Zum Nachdenken

Achtsamkeitsarbeit ist ein Prozess

Je nachdem, wie groß deine Angst oder Blockade ist, musst du diese Szenarien ein paar Mal durchspielen. Achtsamkeitsarbeit ist ein Prozess, der immer wieder wiederholt werden darf.

Zuerst bearbeitest du deine größten Themen, z.B. „Ich bin nicht genug“, „Ich schaffe es nicht“, „Ich werde abgelehnt“, „Ich werde nicht geliebt“ usw. Sind diese großen Brocken aus dem Weg geräumt, kümmerst du dich um die kleinen Dinge.

Das klingt alles ein wenig abstrakt. Vielleicht wird es durch folgende Metapher vorstellbarer für dich: stell dir vor, das Leben ist ein großer Garten mit Unkraut. Zuerst entfernst du die großen kaputten Bäume und Sträucher; schon empfindest du deinen Garten als entspannter und freudvoller.

Danach geht es daran, das kleine Unkraut zu entfernen und Stück für Stück neuen Rasen zu säen und damit deinen Garten (und im übertragenen Sinne dann auch dein Leben) neu zu gestalten.

Ein Garten benötigt ein Leben lang Pflege, wie auch dein Leben. Je bewusster und regelmäßiger du aufräumst, desto weniger Unkraut wird nachwachsen. Beachte, dass die Veränderung nicht von heute auf morgen kommt.

Es beginnt mit einem Prozess, sich zu erlauben, die Gefühle zu fühlen und die Geschenke des Lebens anzunehmen. Gefühle entstehen nicht ohne Grund, sie sind dafür da, bewusst gefühlt zu werden.


In diesem Video bekommst du eine Anleitung an die Hand, wie du deine Glaubenssätze, Ängste und Blockaden lösen kannst:


Gestalte den Garten deines Lebens

Du befindest dich vielleicht an einem Punkt, wo „der Garten deines Lebens“ noch nicht so schön aussieht. Es befindet sich noch viel Unkraut im Gras. Lass uns gemeinsam diesen Weg gehen. Ich lade dich in meine Achtsamkeits-Academy ein, dass wir gemeinsam „gärtnern“, dein Leben aufbauen und für dein Wachstum sorgen. Nach und nach wirst du zu deinem eigenen Coach und Lehrer, der diese Prozesse selbst durchführen kann.

Gehe das Gesagte immer wieder durch, und vergiss nicht: Wissen allein ist nicht alles. Du darfst es auch umsetzen. Wenn du das Wissen nur aufsaugst und in deinem Kopf belässt, ist es nicht mehr wert, als das Blatt Papier, auf dem es geschrieben steht.

Das Wissen ist eventuell bei einer Cocktailparty nützlich, wenn du damit angeben willst, wie unser Gehirn funktioniert. Damit bereichern wir aber unser Leben nicht.

Mache den Garten deines Lebens zu einem wundervollen Ort – es wird jeden Tag leichter!


 

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