So wird es dir egal, was andere über dich denken

Vielleicht kennst du das: Du stellst dir immer die Frage „Was könnte die Person jetzt von mir denken?“ „Was könnte der Chef denken?“ Ständig läuft in dir ein Film ab, indem du unbewusst überprüfst, was andere von dir halten. Vielleicht ist dir das sogar bewusst und du versuchst dich ständig anzupassen, um gemocht zu werden. Du willst dazugehören und verstellst dich deswegen die ganze Zeit. Eventuell bemerkst du bereits, dass du nicht das bist, was du eigentlich sein möchtest. Dennoch verstellst du dich immer ein kleines Stück um anderen zu gefallen.

Es gibt auch Menschen, denen das überhaupt nicht bewusst ist. Sie arbeiten ein Leben lang, versuchen Karriere zu machen, übertreiben es mit Fitnesstraining und Co, nur um Ihren Idealvorstellungen nachzujagen. Viele, die einen Porsche besitzen, kaufen sich diesen nur, weil sie es toll finden, vor anderen Menschen auszusteigen, um auf großen Macker zu machen. Auch diese Menschen machen sich Gedanken darum, was andere über sie denken. Sie fühlen sich besser, wenn sie mit Dingen angeben können. Sie möchten Anerkennung, als erfolgreicher Mensch dastehen.

Wir machen uns ständig Gedanken über bestimmte Ziele, leben unser ganzes Leben nach Vorstellungen, Idealen, Zielen und Ideen, die oft gar nicht unsere eigenen sind. Das eigene Leben wird auf den Kopf gestellt um sich anzupassen oder zu funktionieren. Ständig machen wir uns Gedanken, was der Partner über uns denkt, was der Chef von uns hält und ob uns die Freunde akzeptieren. Wie kann man sich anders, oder noch besser verhalten, dass mich andere noch mehr lieben oder mögen?

Wir brauchen ständig Bestätigung

Lass uns jetzt den Ursprung erforschen. Wir haben im Kopf eine Vorstellung von uns selbst. Wir sollten vielleicht eine freundliche Person, eine liebenswerte, eine fleißige Biene sein. Oder wir wollen wie Karrieretypen dastehen, einflussreich sein oder wie jemand, der die Welt verbessert. Welches Bild hast du von dir selbst? Meistens ist dieses Bild ganz unbewusst in uns enthalten. Oftmals müssen wir nur etwas genauer auf unsere Verhalten achten: wollen wir ständig Anerkennung, indem wir fleißig, lieb oder perfekt sind?

Wir brauchen ständig eine Bestätigung für unser eigenes Selbstbild, weil wir nicht wissen, wie oder wer wir eigentlich sind. Die andere Person soll auch denken, dass ich ein netter Kerl, ein Karrieretyp usw. bin. So geht es auch Menschen, die reich, unabhängig und selbstbewusst wirken; sie suchen im Grunde auch nur eine Bestätigung. Deswegen kaufen sich Menschen oftmals einen teures Auto und wenn sie aus diesem aussteigen, denken wir, „Wow, der hat es geschafft!“. Er mag es zwar geschafft haben, viel Geld anzuhäufen. Ob diese Person glücklich ist, sei dahingestellt. Wir laufen das ganze Leben durch die Welt, auf der Suche nach Bestätigung.

Dieses Bedürfnis kommt normalerweise aus der Kindheit. Wir Menschen haben Grundbedürfnisse. Wir benötigen Nahrung, Sicherheit und Liebe. Alle wollen Liebe, über der Liebe steht die Anerkennung, über der Anerkennung das gemocht werden. Wir glauben, wir bekommen all dies, indem wir etwas dafür tun. Wir freuen uns über Anerkennung, und versuchen, dieses grundlegende kindliche Bedürfnis ständig im Außen, statt im Inneren zu befriedigen.

Im Grunde genommen leben die meisten Menschen dieses Muster, und sie denken, sie erhalten die Liebe und Anerkennung nur, wenn sie bestimmten Pflichten nachkommen. Überprüfe einmal dein Leben? Erhältst du Liebe wirklich nur, wenn du fleißig bist? Fühlst du die Anerkennung wirklich in dir, wenn du etwas Gutes geleistet hast? Falls die Antwort Ja lautet, funktioniert das Spiel bei dir noch. Du bist im Moment noch in der Lage, dein Selbstbild in dieser Welt aufrecht zu halten.

Meine Geschichte der Anerkennung

Ich möchte dir kurz meine persönliche Geschichte erzählen. Vor meinem Psychologiestudium war ich Ingenieur. In jungen Jahren war ich von meinen Vorstellungen gefangen und wusste nicht, wer ich bin. Damals wollte ich, dass die anderen denken, ich sei ein fleißiger Typ. Ich wollte, dass andere denken, ich sei ein Karrieretyp, der alle Dinge meistert und dabei gelassen bleibt. Im Endeffekt hab ich mich damit völlig verausgabt. Ich hab jedes Projekt angenommen, war ständig auf Dienstreisen, damit andere denken, ich führe ein spannendes Leben.

Die kleinen Fetzen der Anerkennung, das Lob schmeichelt im ersten Moment. Es stärkt und nährt den inneren unersättlichen Hunger. Er wird jedoch nie komplett gestillt. Deswegen machen wir damit weiter. Wir bekommen ein kleines Lob und denken, da geht noch mehr. Wir bleiben im Hamsterrad und laufen noch schneller für Anerkennung. Diese Angewohnheit ist in der Kindheit entstanden.

Kritisch wird es dann, wenn einem die Energie ausgeht, wenn man keine Zeit mehr hat, der Idealvorstellung standzuhalten. Der eigene Körper schreit bereits, dass es sich um Irrsinn handelt, aber du machst weiter. Genau so ging es mir und ich kam an einem Punkt, wo ich vollkommen ausgebrannt war. Begleitet von Sorgen und Ängsten. Mir ging es emotional immer schlechter und ich war meilenweit entfernt von jenen Dingen, die ich eigentlich wollte. Freude, Liebe und ein glückliches Leben.

Vielleicht erkennst du es anhand meiner Geschichte oder an deiner eigenen. Wir Menschen erreichen dies niemals, wenn wir so leben.

Wir machen unsere eigene Freude abhängig von anderen Menschen

Im Grunde genommen machen wir uns abhängig von anderen Menschen, was andere Menschen von uns denken. Wir machen unser Leben und unser Wohlbefinden von Umständen und Meinungen anderer abhängig. Nur, weil wir das glauben, bedeutet das noch lange nicht, dass andere auch wirklich das denken. Es handelt sich um eine Illusion, die wir im eigenen Kopf kreieren, der wir unbewusst nachjagen, um etwas zu erreichen, was wir niemals bekommen.

Es beginnt damit zu erkennen, dass wir ständig Bestätigung im Außen suchen. Ein Hamsterrad, das niemals stoppt, in dem wir gefangen sind und niemals entkommen. Wir werden weiterhin mit Lob gefüttert, damit wir nicht aufhören zu treten. In dem Moment denken wir wie ein Tier, wir denken, wir bekommen mehr Futter, wenn wir härter arbeiten. Wir versuchen noch fleißiger, noch lieber und perfekter zu sein. Doch unsere Seele sagt eines Tages: Nein – das geht so nicht. Selbst dann machen manche Menschen noch weiter und ackern sich in den Ruin.

Stell dir vor, du musst einen Vortrag vor vielen Menschen halten. Du hast Angst, was sie über deine Kleidung denken, was passiert, wenn du dich versprichst oder nicht lustig genug bist. Aus diesem Grund gibt es das sogenannte Lampenfieber. Diese Angst lässt die Aufregung entstehen, die Nervosität sich zu blamieren. Weil wir glauben, etwas darstellen zu müssen, was wir nicht sind.

Warum suchst du im Außen?

Du suchst die Bestätigung im Außen, weil du nicht weißt, was du bist und was wirklich wichtig ist. Zu verstehen gilt es, das bist nicht du. Es handelt sich um eine Vorstellung, um eine Illusion von dir. Ein Gedanke, der dein komplettes Leben bestimmt. Bei mir hat es das komplette Leben bestimmt. Und so geht es Millionen Menschen, die nicht ihr eigenes Leben leben, sondern eine Rolle spielen.

Es gibt nur wenige Menschen, die diesen Shift gemacht haben. Du hast bis jetzt im Außen nach Innen gelebt. Du hast im Außen das gesucht, was dir im Inneren fehlt. Anerkennung, Liebe und Freude. Andere haben versucht dieses Bild zu bestätigen, dass du im Inneren Liebe, Freude, Zugehörigkeit, Verbundenheit und andere fundamentale Bedürfnisse spüren kannst. Doch das ist nur Illusion, ein Spiel.

Starte jetzt deine Veränderung

Fang an, von innen nach außen zu leben. Wie das funktioniert? In dem wir uns die Frage stellen, was uns im Grunde genommen wirklich wichtig ist Was sind meine Bedürfnisse, was sind meine Ziele? Auf was habe ich wirklich Lust? Was macht mir Spaß? An diesem Punkt denken viele, sie handeln egoistisch, weil sie anfangen, ihren eigenen Weg zu gehen und ihre eigene Freude zu spüren. Auch das ist wiederum eine Angst. Du glaubst, eine egoistische Person zu sein, weil du eigentlich eine gutmütige Person sein möchtest. Bist du aber nicht. Du lernst, dich anzunehmen und Freude auszustrahlen. Davon profitieren letztendlich übrigens auch alle anderen.

Es ist wie immer und überall eine Prozessarbeit. Am Anfang wirst du ab und an rückfällig. Mir ging es im Grunde genauso. Als ich mit Projekten und YouTube Videos anfing, merkte ich, wie sich das alte Verhalten wieder eingeschlichen hatte. Ich dachte, ich mache alles richtig, sonst würde ich kein Lob bekommen. Genau der Gedanke ist aber falsch, weil man sich wieder abhängig davon macht. Man macht sich abhängig von Likes und Fans, abhängig davon, was andere von einem denken. Es ist nicht wichtig, was manche denken. Man möchte etwas mit der Welt teilen, eine Mission erfüllen. Um das geht es eigentlich wirklich. Neider oder Menschen mit andere Meinung wird es immer geben.

Resistenz gegenüber Anerkennung?

Wenn ich nur noch das Innere lebe, ist es dann nicht komplett egal, was andere denken? Nein so ist es nicht. Feedback ist nach wie vor wichtig. Kritisiert jemand etwas, dann akzeptiere ich das Gesagte und nehme es nicht persönlich. Wer von außen nach innen lebt, glaubt, er ist ein Versager, weil er nicht den Zuspruch bekommt, den er benötigt. Lebe ich von innen nach außen, sehe ich es nüchtern. Man lernt durch Kritik, die eigenen Werte, Bedürfnisse und Vorstellungen besser zu kommunizieren. In Folge können mich die Worte im Außen, Kritik oder negative Worte nicht mehr erschüttern, weil ich nicht mehr davon abhängig bin.

Wenn wir beginnen unsere eigene Wahrheit zu leben, fühlen wir uns freudvoll. Wir fühlen uns geliebt. Wir fühlen Liebe, Freude und Begeisterung. Wir fühlen dieses Leben selbst. Wir kreieren, wir schaffen und es kommt alles natürlich zu uns, nach dem wir uns sehnen. Wir müssen nur von innen nach außen leben. Wenn wir aufhören, dem Glück nachzujagen, kommt es von alleine. Bereits das Tun einer Sache soll dich erfüllen. Ich fühle Begeisterung bei meinen Projekten, ich fühle die Schönheit und im Grunde handelt es sich um das, was ich immer im Außen gesucht habe.

Die 6-Punkte Methode

Punkt 1:

Wie schaffen wir es, den Shift zu machen? Unsere eigene Wahrheit zu leben? Der erste Punkt ist, sich über die Stimmen im Kopf bewusst zu werden. Uns sollte bewusst werden, was wir ständig im Außen suchen. Mach ich das, was mir wirklich Freude bereitet oder weil ich andere beeindrucken will? Dieser Bewusstwerdungsprozess ist der erste wichtige Schritt. Suchst du noch im Außen, was du eigentlich im Inneren fühlen willst? Suchst du eine Bestätigung in anderen Personen, durch dein Verhalten oder was auch immer, lebst du nach wie vor von außen nach innen.

Punkt 2:

Machst du dich von deiner Illusion, was andere über dich denken könnten, abhängig? Möchtest du das? Willst du dein ganzes Leben davon abhängig sein und nie das bekommen, was du wirklich willst? Falls du es nicht ändern willst, ist es natürlich deine Entscheidung.

Punkt 3:

Ist die Antwort Nein, ich will meine eigenen Bedürfnisse leben, finde heraus, was deine Bedürfnisse sind. Was begeistert dich? Unabhängig davon, was andere darüber denken. Finde deine persönlichen Ziele, deine Passion, deine Werte und deine Leidenschaft. Was ist dir wichtig, nicht was anderen wichtig ist? Falls du denkst, das sie wieder egoistisch, bist du wieder in einem Muster gefangen. Du kannst dein Leben anders führen, indem du den Shift machst von innen nach Außen und dich kennenlernst.

Punkt 4:

Diese Frage packe ich für dich in einen separaten Punkt, damit es besser auf dich wirkt: Was erfüllt dich wirklich im Leben? Was bringt dein Herz zum Lachen? Worauf hast du Bock, was macht dir Spaß, weil es deine Mission ist? Vielleicht kommst du noch nicht an diese Bedürfnisse ran, weil du es gewohnt bist, im Außen zu suchen. Die Kunst ist es, es von innen nach außen in die Welt zu tragen.

Punkt 5:

Lass deine Masken fallen. Leben wir von außen nach innen, spielen wir oft eine Rolle. Wir versuchen cool, lieb oder fleißig zu sein. Wir stellen immer etwas da, was wir nicht sind. Die anderen Menschen möchten dich kennenlernen, so wie du wirklich bist. Als ich meine Masken ablegte, authentischer und ehrlicher wurde, bekam ich alles, was ich wollte. Innige Beziehungen wo sich Menschen begegnen, nicht an der Oberfläche, sondern in der Tiefe. Man berührt sich im Schönen und Traurigen. Wo man sich zeigen kann, was man ist. Wo sich Menschen gegenseitig wiedererkennen.

Das wirkliche Leben beginnt ab dem Zeitpunkt, wo wir die Masken abnehmen. Wenn wir uns nicht mehr abhängig machen. Sind wir vom Äußeren nicht mehr abhängig, fällt es uns leichter, die Masken abzulegen. Weil wir nicht mehr verletzt werden können. Das bedeutet nicht, dass wir nicht mehr traurig sein können. Wir müssen die Traurigkeit nicht mehr verstecken. Das bedeutet ehrlich und authentisch sein.

Punkt 6:

Fange an, dich wirklich kennenzulernen. Es gibt eine Ebene, wo wir anfangen, uns zu entdecken. Was sind unsere Bedürfnisse, unsere Werte und unsere Leidenschaft? Es handelt sich dabei um eine tiefere, spirituelle Ebene. Für mich ist es nicht per se spirituell, sondern etwas, was ich klar im Tun der Mediation erfahre. Wenn ich zum Beispiel merke, dass mein Herz lacht. Wenn ich Menschen tief in die Augen blicke und mich selbst darin erkenne. Indem ich Menschen auf einer tieferen Ebene begegne, auf der ich so sein kann, wie ich bin.

Dieser Bewusstwerdungsprozess wird zu Anfang eine Herausforderung für dich sein. Du wirst dich mehrmals dabei erwischen, wie du in alte Muster zurückfällst. Dieser Teil gehört zum Weg dazu. Es beginnt mit Verständnis, Bewusstheit und Tun. Es wird leichter, wenn deine Freunde und Liebsten mit dir diesen Weg gehen. Teile dieses Wissen mit ihnen, denn viel zu viele Menschen trauen sich nicht, ihre Masken fallen zu lassen.


Lass uns zusammen ein Leben erschaffen, das wirklich rockt:


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