Toxische Beziehungen, Energieräuber und Pessimisten – Wie du mit negativen Menschen umgehst

Vielleicht hast du auch diesen Menschen im Bekanntenkreis, bei dem du oftmals nicht ans Telefon gehst, wenn der Name aufploppt. Oder Kollegen, denen du in der Arbeit, wann immer möglich, aus dem Weg gehst.

Jeder schwierige Mensch hat Gründe für sein Verhalten

Man kann überall im Leben auf negative Menschen treffen. Energieräuber oder sogar Energievampire werden sie aktuell gerne genannt. Nicht besonders nett, auch, wenn es möglicherweise auf einige wirklich zutrifft. Hier ist es wirklich wichtig, sich bewusst zu machen, dass fast ausnahmslos niemand absichtlich anstrengend, nervig oder negativ ist.

Das bedeutet nicht, dass wir alles entschuldigen und verzeihen und herunterschlucken sollen. Dieser Denkansatz hilft dir im ersten Schritt, schwierigen Menschen mit einer gewissen Akzeptanz und Ruhe zu begegnen. Mehr dazu noch später.

Warum sollen wir lernen, mit schwierigen Menschen umzugehen?

Die Gefahr im Umgang mit negativen oder energieraubenden Menschen ist, verletzt oder gekränkt zu werden und am Ende sogar Selbstzweifel zu entwickeln oder irgendwann unter diesem Einfluss eine negative Haltung zum Leben zu bekommen.

Und wir sind wirklich nicht hier, um das Leben anstrengend zu finden! Es bietet uns viele Herausforderungen und diesen können wir mit einer energetischen Haltung viel besser begegnen!

Die meisten von uns kennen diese Menschen, die uns oder andere entweder verbal angreifen, kritisieren oder anderweitig mit ihrer Negativität beeinträchtigen.

In diesem Artikel möchte ich dir also zeigen, wie du lernen kannst

  • gesund mit diesen Menschen umzugehen
  • dich nicht von ihnen herunterziehen zu lassen.
  • souverän zu reagieren, nicht mehr verletzt wirst und sogar gestärkt aus solchen Begegnungen hervorgehst.

Was sind schwierige Menschen?

Darunter fallen für mich Menschen, die jammern, andere verbal angreifen, Scherze auf ihre Kosten machen, die andere kritisieren und herabsetzen oder mobben (egal, ob es unter Schülern oder Kollegen bzw. durch einen Vorgesetzten passiert).

Kurz, Menschen, mit denen man Zeit verbringt und sich danach schlecht, minderwertig oder völlig ausgelaugt fühlt.

Wenn du solche Menschen in deinem Leben hast, wirst du vermutlich denken „Was soll ich dagegen tun?, die sind so, wie sie sind und am besten wäre es doch, sie irgendwie loszuwerden oder selbst zu gehen."

Auch, wenn es Situationen gibt, in denen man Menschen tatsächlich gehen lassen sollte, erinnere dich an den Spruch „Egal, wohin du gehst, du nimmst dich mit“.

Und genau da liegt der Hund begraben.

Aber eines nach dem anderen.

Zwei gewagte Behauptungen zum Thema schwierige Menschen

Ich treffe jetzt zwei Aussagen, über die du nach dem Artikel gerne noch einmal in Ruhe nachdenken solltest. Es ist gut möglich, dass sie beim ersten Lesen noch befremdlich wirken. Aber schau selbst:

  • Wenn dich eine andere Person verletzen kann, hat es auch etwas mit dir zu tun.
  • Menschen, die andere verletzen angreifen oder niedermachen, leiden selbst!

Viele kennen es vielleicht noch aus der Schulzeit, andere aus ihrem Arbeitsleben: Menschen, die andere angreifen, vor anderen niedermachen und kleinhalten. Ich bin überzeugt davon, dass die meisten von ihnen tief drinnen selbst unsicher sind und dieses Gefühl nicht fühlen wollen oder können und es aus diesem Grund durch ein extrem selbstsicheres oder dominanten Auftreten überspielen.

Hast du einen unangenehm-dominanten Menschen in deinem Umfeld? Schau doch mal genauer hin, ob er damit nicht doch Unsicherheiten und Schwächen kompensiert.

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Ein negativer Mensch hat ein negatives Leben

Wie fühlt sich die folgende Aussage für dich an:

Menschen, die andere klein machen, tun es, weil sie sich selbst klein fühlen und sich so auf die metaphorische Trittleiter stellen. Egal, wie unmöglich sich ein Mensch verhält, wir können davon ausgehen, dass es diesem Menschen tief drinnen nicht gut geht.

Denn, wer mit sich im Reinen ist, wer inneren Frieden verspürt, hat gar nicht erst das Bedürfnis, andere zu verletzen!

Menschen, die sich anderen gegenüber negativ verhalten, haben auch ein negatives Leben. Und nein, das muss sich nicht im Außen zeigen. Möglicherweise sind sie erfolgreich, bei einer anderen Gruppe Menschen vielleicht sogar beliebt. Wir können nicht einmal davon ausgehen, dass alle diese Menschen ihre inneren Konflikte überhaupt wahrnehmen (z. B. bei einer narzisstischen Persönlichkeit). Aber das ist ein anderes Thema.

Für den gesunden Umgang mit schwierigen Menschen ist es zunächst extrem wichtig, dass wir verstehen, dass es ihnen nicht gut gehen kann.

Warum? Weil es uns hilft, mit ihnen umzugehen. Aber dazu gleich mehr.

Wie wir auf Angriffe und Kritik reagieren

In den häufigsten Fällen beziehen wir Angriffe, Kritik, herablassendes Verhalten etc. auf uns, anstatt zu verstehen: Es hat nichts mit uns als Mensch zu tun, dass diese Person kritisiert, beleidigt, angreift oder sich lustig macht, sondern zum aller größten Teil mit ihr selbst!

Versteh mich nicht falsch: sachliche oder fachliche Kritik ist etwas, das wir von anderen annehmen (lernen) dürfen. Der Punkt ist aber, dass wir sie nicht persönlich nehmen sollen.

In dem Moment, in dem wir das verstanden haben, gewinnen wir erst einmal emotional Abstand.

Wir machen uns das Geschenk, uns nicht von der anderen Person „nach unten“ ziehen zu lassen, sondern haben dann die Chance, im Fall von Kritik, die sachlichen Aussagen herauszufiltern und im Fall von Angriffen, Mobbing, etc. ganz klar sagen zu können „Ich begebe mich nicht in die Opferrolle, das hier hat nichts mit mir zu tun“.


Mache dir bewusst, dass jeder Mensch Gründe für sein Verhalten hat und übe dich in innerem Frieden

Was schwierige Menschen mit dir zu tun haben

Wenn du dich wegen anderen Menschen schlecht fühlst oder gemobbt, schlecht behandelt wirst etc. hat es auch etwas mit dir zu tun.

Ja, diese Aussage ist für viele vermutlich etwas schwierig. Wenn wir uns z. B. das Thema Mobbing ansehen, gibt es dort immer ein Opfer und einen Täter, die sich gegenseitig bedingen. Der Täter hat eine innere Unsicherheit und überspielt diese, indem er andere klein macht.

Aber wer genau wird denn von ihm gemobbt? Menschen, bei denen er eine (größere) Unsicherheit spürt.

Auch, wenn das für Betroffene erst einmal sehr seltsam klingen mag: Es ist wichtig zu verstehen, dass hier beide Parteien eine innere Unsicherheit haben, die aber unterschiedlich ausgelebt wird.

Die andere Person ist nicht wirklich stärker, sondern hat nur eine Strategie entdeckt, genau das zu überspielen. Und das kannst du jetzt auf die verschiedensten Bereiche anwenden.

Wenn du dich in einer Position befindest, in der es dir nicht gut geht, lasse den Gedanken Schritt für Schritt los, dass es dir wegen anderen Menschen schlecht geht!

In dem Moment, in dem ein „Opfer“ seine Unsicherheit annehmen und überwinden kann und innerlich wächst und alte Wunden heilt, ist es auch kein Opfer mehr.


Die Opfer-Täter-Dynamik

Solange wir diese Dynamik nicht durchschauen, fangen wir an, uns als Opfer zu sehen und die Welt als Täter. Und so lange wir uns als Opfer fühlen, werden wir es bleiben. Wenn wir aber anfangen, zu verstehen, dass der andere Mensch auch nur ein verletztes Kind ist und wir unsere eigenen Wunden heilen, gehen wir aus dieser Opferhaltung heraus und gewinnen Handlungsspielraum!

Stell dir vor es sagt jemand zu dir: „Du bist dumm“ oder „Du bist nichts wert“ oder „Hey, du kannst das nicht“, „Du bist nicht liebenswert“, „Du bist ein Versager“. Bei dem einem oder anderen hat es dich vielleicht gerade innerlich getroffen.

Und jetzt lasse mal diese Aussage auf dich wirken:

 „Du bist ein schlechter Opernsänger!“

Wenn du jetzt nicht gerade tatsächlich einer bist, hat dich diese Aussage vermutlich nicht einmal mit der Wimper zucken lassen. Warum?

Weil es dir egal ist. Weil es in deinem System kein Programm gibt, das bei der Aussage getriggert wird.

Allerdings gibt es bei vielen von uns Programme, die durch Aussagen wie „Du bist nicht liebenswert, nicht intelligent, nicht schön etc.“ anspringen!

Daran erkennst du, dass du diese Programme (noch) hast und du darfst lernen, dir zu sagen: Das ist alles Quatsch!

Denn du bist genau so wenig ein schlechter Opernsänger, wie du nicht nicht liebenswert bist! Das, was wir sind, wird niemals von Außen bestimmt!

Aber wenn DU dich nicht für liebenswert hältst, bist du an diesem Punkt ein Opfer deiner Programme und somit auch ein potentielles Opfer von Menschen, die genau diesen Wunden Punkt in dir triggern.


Grübel nicht, was deine inneren Programme sein könnten!

Wenn uns jemand kritisiert, dürfen wir lernen, die Kritik auf einer sachlichen/fachlichen Ebenen anzunehmen und es nicht als Wertung verstehen. Wir können besser werden, aber es hat nichts mit unserer Essenz zu tun!

Wenn dich jemand angreift, denk an den Opernsänger und nimm es einfach nicht an. Erkenne, wenn es weh tut und dich triggert und sage dir: Es hat in diesem Fall nichts mit mir als Mensch zu tun!

Fange an, Selbstliebe zu praktizieren! Damit dir immer klarer wird, wie wertvoll du tatsächlich bist. Auch, wenn es für dich vielleicht noch wenig greifbar klingt:

In dem Moment, wenn wir unsere alten Wunden geheilt haben, können wir mit schwierigen Situationen ganz anders umgehen. Und das ist schon ein großer Teil der Lösung, wie du mit schwierigen Menschen umgehst!

Nochmal: halte dir vor Augen: diese negative Person in deinem Leben hat keinen Spaß! Sie ist selbst unsicher, hat Ängste, ist unzufrieden, hat schlechte Erfahrungen. Und ich wiederhole das nicht, um das Verhalten zu entschuldigen, sondern damit du lernst, dich an dieser Stelle abzugrenzen.

Ihr Verhalten hat etwas mit IHR zu tun. Und du hilfst euch beiden, wenn du weder in Opfer- noch Angriffshaltung gehst, sondern Mitgefühl aufbringen kannst. Und wenn du es nicht kannst, dann geh. Du hast keine Verantwortung für die andere Person!


„Der Spott endet, wo das Verständnis beginnt.“ 
Marie von Ebner-Eschenbach

Was tun, wenn du ein Opfer von schwierigen Menschen bist

Es gibt drei Möglichkeiten, mit einem schwierigen Umfeld umzugehen.

  1. Akzeptiere es (und es verändert sich)
  2. Verändere es (indem DU neue Verhaltensstrategien findest und aus der Opferrolle gehst)
  3. Verlasse es. Du musst dir nicht alles bieten lassen.

Woran erkennst du jetzt, was angebracht ist?

Prüfe, was die Person in dir auslöst oder hervorholt. Kennst du diese Gefühle vielleicht von früher? Warst du schon (öfter) in einer ähnlichen Situation?

  • Dann wäre das ein guter Zeitpunkt, daran zu arbeiten, was diese Person in dir wieder wachgerüttelt hat, was bereits da war.

Wenn dir hierzu nichts einfällt, kannst du dich immer noch darauf berufen, dass diese Person aus bestimmten Gründen so schwierig ist

  • Jetzt wäre der Moment, Akzeptanz zu praktizieren und zu beobachten, was passiert, wenn du ihr mit einer friedlichen inneren Haltung begegnest.

Wenn du merkst, dass sich nichts verändert, auch, wenn du an dir arbeitest oder wenn es um indiskutable Verhaltensweisen wie körperliche Gewalt oder eine starke Suchtthematik geht, besteht natürlich die Möglichkeit, zu hinterfragen, warum DU das Opfer oder der Gegenpart zu einer so schwierigen Person ist. Das ist in akuten Fällen jedoch nicht ratsam!

  • Das sind das Fälle, in denen du dich der Situation entziehen solltest. Insbesondere, wenn du keine Unterstützung durch z. B. einen Therapeuten hast oder dich in Gefahr befindest, egal ob körperlich oder psychisch.

Was uns schwierige Menschen schenken

Wenn du in deinem Umfeld eine oder mehrere schwierige Menschen hast, die dich belasten, dann ist es erst einmal wichtig, dass du auf dich achtest, friedvoller und entspannter wirst.

Meditation hilft z. B., sich immer besser kennenzulernen. Grübel nicht, welche Programme du hast! Lerne und übe, sie immer wieder liebevoll annehmen!

Und wenn dich das Verhalten anderer immer wieder verletzt, ist es Zeit für die Heilung deiner alten Verletzungen.

Denn wenn es dir gut geht und du im Frieden mit dir selbst bist, kannst du in schwierigen Situationen ganz anders reagieren.

So absurd es für dich in diesem Moment klingen mag: Schwierige Menschen helfen uns oft dabei, unsere eigenen Themen wahrzunehmen und an ihnen zu arbeiten. Das ist nicht angenehm, aber kann dennoch ein großes Lerngeschenk sein!

Du wirst erstaunt sein, glaub mir!


Hier kannst du dir den Beitrag auch nochmal als Video ansehen:


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Wow, der Beitrag ist gerade soo wichtig für mich. Sehr gut erklärt und so wertvoll. Vielen lieben Dank Peter 🙏🏻❤️